Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : O-000118/2015

Eingereichte Texte :

O-000118/2015 (B8-1101/2015)

Aussprachen :

PV 29/10/2015 - 6
CRE 29/10/2015 - 6

Abstimmungen :

Angenommene Texte :


Parlamentarische Anfragen
PDF 105kWORD 25k
1. Oktober 2015
O-000118/2015
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000118/2015
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Michael Cramer, im Namen des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr

 Betrifft: Entwicklung satellitengestützter Technologien zur Einführung von Systemen, die die weltweite Ortung von Flugzeugen ermöglichen
 Antwort im Plenum 

Durch die Tragödien des Malaysia-Airlines-Fluges 370 und des Air-France-Fluges 447 wurden die Schwachstellen der bestehenden Flugsicherungssysteme deutlich erkennbar, die eine rechtzeitige Erkennung und Lokalisierung von Luftfahrzeugen in Not behinderten.

Dies führte dazu, dass Such- und Rettungsmaßnahmen sowie Bergungsarbeiten nicht ihre volle Wirkung erzielten. Derzeit decken Flugverfolgungssysteme nur ca. 30 % des weltweiten Luftraums ab.

Um das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Luftverkehrssystem aufrechtzuerhalten, müssen hochwertige Technologien eingesetzt werden.

Das satellitengestützte System ADS-B (automatische bordabhängige Überwachung – Broadcast) zählt zu dieser Art von Technologie. Es wird sowohl Staaten als auch Flugsicherungsdiensten und Fluggesellschaften in Europa und auf der ganzen Welt dabei helfen, die Effizienz und Kapazität des Flugverkehrsmanagements zu erhöhen, die Flugsicherheit erheblich zu verbessern und gleichzeitig Infrastrukturkosten zu senken.

Die regulatorischen Hindernisse, die den Einsatz satellitengestützter Flugortungssysteme verhindern, müssen beseitigt werden, um lebensrettende Dienste für EU-Bürger zu ermöglichen.

Aussagen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zufolge kann mit der ADS-B-Technologie die Flugzeugverfolgung außerhalb der am dichtesten besiedelten Gebiete unterstützt werden, in denen andere Flugortungssysteme, die vom Boden aus gesteuert werden, an ihre Grenzen stoßen. Aus diesem Grund forderte sie die Internationale Fernmeldeunion (ITU) auf, das Frequenzband entsprechend zuzuweisen. Die Zuweisung soll auf der Weltfunkkonferenz 2015 (WRC15), die im November in Genf stattfindet, erfolgen.

– Wie steht die Kommission zu satellitengestützter Technologie, mit der die weltweite Flugverfolgung ermöglicht würde?

– Welchen Standpunkt vertritt die Kommission in Bezug auf die Weltfunkkonferenz 2015 und die Zuweisung des erforderlichen Frequenzbands zur Unterstützung der künftigen Entwicklung satellitengestützter Technologie zur Einführung von Systemen, die die weltweite Flugverfolgung ermöglichen?

Originalsprache der Anfrage: EN
Rechtlicher Hinweis