Verfahren : 2016/2569(RSP)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : O-000035/2016

Eingereichte Texte :

O-000035/2016 (B8-0120/2016)

Aussprachen :

PV 09/03/2016 - 21
CRE 09/03/2016 - 21

Abstimmungen :

Angenommene Texte :


Parlamentarische Anfragen
PDF 199kWORD 27k
29. Februar 2016
O-000035/2016
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000035/2016
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Françoise Grossetête, Mairead McGuinness, Esteban González Pons, im Namen der PPE-Fraktion
Matthias Groote, Pavel Poc, Nicola Caputo, Soledad Cabezón Ruiz, im Namen der S&D-Fraktion
Julie Girling, Bolesław G. Piecha, im Namen der ECR-Fraktion
Gerben-Jan Gerbrandy, Maite Pagazaurtundúa Ruiz, Beatriz Becerra Basterrechea, im Namen der ALDE-Fraktion
Kateřina Konečná, Stefan Eck, Eleonora Forenza, Estefanía Torres Martínez, Lynn Boylan, Miguel Urbán Crespo, Lola Sánchez Caldentey, Barbara Spinelli, Josu Juaristi Abaunz, Fabio De Masi, Jiří Maštálka, Merja Kyllönen, Ángela Vallina, Paloma López Bermejo, Patrick Le Hyaric, Tania González Peñas, Xabier Benito Ziluaga, Marisa Matias, im Namen der GUE/NGL-Fraktion
Bas Eickhout, Jill Evans, im Namen der Verts/ALE-Fraktion
Piernicola Pedicini, Eleonora Evi, Marco Affronte, David Borrelli, Marco Zullo, Rosa D'Amato, Fabio Massimo Castaldo, Isabella Adinolfi, Laura Ferrara, Tiziana Beghin, Rolandas Paksas, Peter Lundgren, Tim Aker, William (The Earl of) Dartmouth, John Stuart Agnew, im Namen der EFDD-Fraktion

 Betrifft: Thalidomid
 Antwort im Plenum 

Im Jahr 2015 beging die EU den 50. Jahrestag der Einführung der ersten Arzneimittelvorschriften in Europa, mit denen für die Sicherheit von Arzneimitteln gesorgt werden sollte. Die Tragödie im Zusammenhang mit Thalidomid war einer der Hauptgründe für den Erlass von EU-Arzneimittelvorschriften. Sie wurden seitdem immer wieder verbessert, um sicherzustellen, dass Arzneimittel, die auf den Markt gebracht werden, jederzeit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards gerecht werden. Das EU-Arzneimittelrecht ist daher eng mit dieser Tragödie verknüpft.

Thalidomid wurde in den späten 1950er und den frühen 1960er Jahren für die Behandlung von Morgenübelkeit von Schwangeren sowie bei Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Erkältungen eingesetzt. Das Medikament wurde zu diesem Zweck jahrelang in verschiedenen europäischen Ländern vermarktet. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Einnahme schwerwiegende Nebenwirkungen bei Schwangeren hervorrief und ihre Kinder mit Fehlbildungen geboren wurden. Die Tragödie betraf eine Reihe von EU-Mitgliedstaaten. Die Opfer suchen noch immer nach einer Lösung, um die Kosten, die ihnen aufgrund ihrer gesundheitlichen und körperlichen Verfassung (die sich im Übrigen mit den Jahren verschlechtert) entstehen, zu decken.

Kann die Kommission in diesem Zusammenhang bitte erläutern, welche Maßnahmen auf der Ebene der EU ergriffen wurden oder ergriffen werden, um den Betroffenen der Thalidomid-Tragödie und ihren Familien wirksame Hilfe und Unterstützung zu leisten? Vertritt die Kommission – in Anbetracht der Tatsache, dass Thalidomid in mehreren europäischen Ländern verschrieben wurde – die Auffassung, dass ein Rahmenprotokoll auf europäischer Ebene eingeführt werden sollte, damit alle europäischen Bürger, die von der Problematik betroffen sind, eine vergleichbare Entschädigungszahlung, unabhängig von ihrem Herkunftsmitgliedstaat, erhalten?

Originalsprache der Anfrage: EN
Rechtlicher Hinweis