Parlamentarische Anfragen
PDF 196kWORD 16k
8. Juni 2016
O-000086/2016
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000086/2016
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Sylvie Goddyn, Dominique Bilde, Jean-Luc Schaffhauser, Laurenţiu Rebega, Edouard Ferrand, Jean-François Jalkh, Mireille D'Ornano, Philippe Loiseau, Joëlle Mélin, Bernard Monot, Marie-Christine Boutonnet, Nicolas Bay, Mylène Troszczynski, im Namen der ENF-Fraktion

 Betrifft: Gesundheitsrisiken in Zusammenhang mit dem Konsum von Pflanzenöl, insbesondere Palmöl

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist unlängst zu dem Schluss gekommen, es gebe ausreichend Belege dafür, dass Glycidyl-Fettsäurester – Schadstoffe, die bei der Verarbeitung raffinierter Pflanzenöle entstehen – genotoxisch und krebserregend sind(1).

Die höchsten Werte von Glycidyl-Fettsäurestern fand man in Palmöl und Palmfett.

Auch wenn die Werte von Glycidyl-Fettsäurestern in Palmöl und Palmfett in den vergangenen sechs Jahren um die Hälfte gesunken sind, nehmen die meisten Menschen nach wie vor den Großteil dieser Schadstoffe über das Palmöl auf, weshalb Palmöl weiterhin eine potenzielles Gesundheitsrisiko darstellt.

Eingeführtes Palmöl trägt unmittelbar zu Abholzung und dem Aussterben bestimmter Primaten bei.

Die Förderung eines maßvollen Konsums von tierischen Fetten im Einklang mit den Gepflogenheiten der europäischen Gastronomie könnte dazu beitragen, die zu großen Lagerbestände in der Milchversorgungskette abzubauen.

Wie gedenkt die Kommission sich angesichts der oben ausgeführten Sachverhalte und unter Berücksichtigung der oben genannten Schlussfolgerungen der EFSA dieser Frage anzunehmen?

(1) CONTAM-Gremium der EFSA (EFSA-Gremium „Kontaminanten in der Lebensmittelkette“), 2016, MCPD- und Glycidyl-Fettsäurester in Lebensmitteln. EFSA Journal 2016;14(5):4426, 159 pp. doi:10.2903/j.efsa.2016.4426.

Originalsprache der Anfrage: EN
Rechtlicher Hinweis