Parlamentarische Anfragen
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21. Juli 2016
O-000109/2016
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000109/2016
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Viviane Reding, Jan Philipp Albrecht, Lucy Anderson, Eric Andrieu, Pascal Arimont, Petras Auštrevičius, Georges Bach, Zigmantas Balčytis, Burkhard Balz, Nikolay Barekov, Hugues Bayet, Ivo Belet, Brando Benifei, José Blanco López, Reimer Böge, Franc Bogovič, David Borrelli, Bogdan Brunon Wenta, Klaus Buchner, Cristian-Silviu Buşoi, Nicola Caputo, David Casa, Fabio Massimo Castaldo, Lorenzo Cesa, Dita Charanzová, Nessa Childers, Deirdre Clune, Birgit Collin-Langen, Lara Comi, Therese Comodini Cachia, Edward Czesak, Miriam Dalli, Viorica Dăncilă, Nicola Danti, Michel Dantin, Esther de Lange, Marielle de Sarnez, Tamás Deutsch, Angel Dzhambazki, Christian Ehler, Karl-Heinz Florenz, Jacqueline Foster, Michael Gahler, Francesc Gambús, Elisabetta Gardini, María Teresa Giménez Barbat, Charles Goerens, Nathalie Griesbeck, Françoise Grossetête, Antanas Guoga, András Gyürk, Takis Hadjigeorgiou, Krzysztof Hetman, Monika Hohlmeier, Filiz Hyusmenova, Liisa Jaakonsaari, Ivan Jakovčić, Marc Joulaud, Eva Kaili, Karol Karski, Sylvia-Yvonne Kaufmann, Seán Kelly, Timothy Kirkhope, Dieter-Lebrecht Koch, Dietmar Köster, Stelios Kouloglou, Agnieszka Kozłowska-Rajewicz, Barbara Kudrycka, Georgios Kyrtsos, Ilhan Kyuchyuk, Alain Lamassoure, Bernd Lange, Jo Leinen, Jeroen Lenaers, Janusz Lewandowski, Peter Liese, Olle Ludvigsson, Elżbieta Katarzyna Łukacijewska, Ivana Maletić, Marian-Jean Marinescu, Valentinas Mazuronis, David McAllister, Mairead McGuinness, Roberta Metsola, Louis Michel, Marlene Mizzi, Claude Moraes, Elisabeth Morin-Chartier, Javier Nart, Momchil Nekov, Angelika Niebler, Andrey Novakov, Jan Olbrycht, Rolandas Paksas, Demetris Papadakis, Eva Paunova, Alojz Peterle, Morten Helveg Petersen, Pina Picierno, Tonino Picula, Markus Pieper, Sirpa Pietikäinen, Georgi Pirinski, Julia Pitera, Marek Plura, Pavel Poc, Gabriele Preuß, Franck Proust, Carolina Punset, Julia Reda, Michel Reimon, Frédérique Ries, Dominique Riquet, Robert Rochefort, Claude Rolin, Dariusz Rosati, Virginie Rozière, Paul Rübig, Tokia Saïfi, Massimiliano Salini, Anne Sander, Jacek Saryusz-Wolski, Marietje Schaake, Christel Schaldemose, Helmut Scholz, Annie Schreijer-Pierik, Sven Schulze, Olga Sehnalová, Siôn Simon, Maria Spyraki, Ivan Štefanec, Catherine Stihler, Dubravka Šuica, Tibor Szanyi, Antonio Tajani, Marc Tarabella, Pavel Telička, Róża Gräfin von Thun und Hohenstein, Patrizia Toia, Helga Trüpel, István Ujhelyi, Inese Vaidere, Ivo Vajgl, Kathleen Van Brempt, Lambert van Nistelrooij, Sabine Verheyen, Axel Voss, Elissavet Vozemberg-Vrionidi, Jarosław Wałęsa, Renate Weber, Iuliu Winkler, Theodoros Zagorakis, Tomáš Zdechovský, Carlos Zorrinho, Milan Zver, Tadeusz Zwiefka

 Betrifft: Forderung nach einer Beschränkung der missbräuchlich erhobenen Gebühren für grenzüberschreitende Anrufe und SMS ins EU-Ausland in der anstehenden Überarbeitung des Telekommunikationsrahmens

Ab 15. Juni 2017 werden Roaming-Gebühren für Endverbraucher, die ihr Mobiltelefon innerhalb der Europäischen Union aber außerhalb ihres Heimatlandes nutzen, endlich Geschichte sein. Da die Mobiltelefonie das Leben der Menschen grundlegend verändert, erachten wir dies als eine große Errungenschaft für die Verbraucher. Die Europäische Union sollte weiterhin spürbare Verbesserungen für die Unionsbürger erwirken.

Die am 27. Oktober 2015 angenommene Verordnung gilt jedoch nur für Roaming-Gebühren und somit ausschließlich für Anrufe und SMS aus einem anderen Mitgliedstaat als dem Mitgliedstaat, in dem der Mobilfunkvertrag abgeschlossen wurde. Folglich werden Anrufe und SMS ins EU-Ausland, also Anrufe und SMS aus dem Land des Mobilfunkvertrags in einen anderen Mitgliedstaat, dadurch nicht reguliert. Das führt dazu, dass die Preise für die Verbraucher unerschwinglich werden (oftmals z. B. 1 EUR pro Minute und 0,50 EUR pro SMS), und hat die inakzeptable Lage zur Folge, dass im Ausland getätigte Telefonate günstiger sein können als aus dem Heimatland getätigte Telefonate. In der digitalen Welt ist für Grenzen kein Platz, und derartige veraltete Methoden gehören nicht in das 21. Jahrhundert.

In ihrem Vorschlag für einen Telekommunikationsbinnenmarkt vom 11. September 2013 schlug die Kommission vor, dies zu ändern und die Gebühren für Anrufe und SMS aus dem Heimatland in andere Mitgliedstaaten zu beschränken. Die entsprechenden Bestimmungen wurden jedoch aus dem im Trilog erzielten, endgültigen Kompromiss gestrichen. Daher und angesichts der Tatsache, dass die tatsächliche Vervollständigung des europäischen digitalen Binnenmarkts sowohl für das Parlament als auch für die Kommission eines der wichtigsten Ziele ist:

Beabsichtigt die Kommission, einen Legislativvorschlag zu unterbreiten, mit dem Bestimmungen für Anrufe und SMS ins EU-Ausland eingeführt werden sollen?

Das Parlament fordert die Kommission hiermit auf, in ihren anstehenden Vorschlag für die Überarbeitung des Telekommunikationsrahmens diesbezüglich präzise Beschränkungen aufzunehmen.

Originalsprache der Anfrage: EN
Rechtlicher Hinweis