Verfahren : 2016/2988(RSP)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : O-000139/2016

Eingereichte Texte :

O-000139/2016 (B8-1812/2016)

Aussprachen :

PV 30/11/2016 - 16
CRE 30/11/2016 - 16

Abstimmungen :

Angenommene Texte :


Parlamentarische Anfragen
PDF 192kWORD 19k
14. November 2016
O-000139/2016
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000139/2016
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Ivan Jakovčić, Iskra Mihaylova, Matthijs van Miltenburg, Petras Auštrevičius, Norica Nicolai, Urmas Paet, im Namen der ALDE-Fraktion
Remo Sernagiotto, Raffaele Fitto

 Betrifft: Lage in Italien nach den Erdbeben
 Antwort im Plenum 

Am 24. August 2016 erschütterte ein verheerendes Erdbeben Mittelitalien, und am 26. Oktober bzw. am 30. Oktober erschütterten drei weitere starke Erdbeben nacheinander die Region Mittelitaliens, mit einer Stärke von 5,5 und 6,1 bzw. 6,5 auf der Richter-Skala. Berichten zufolge wurden mehr als 400 Menschen verletzt. 290 Menschen kamen bei den Erdbeben ums Leben. Ein möglicher Domino-Effekt könnte dazu führen, dass 100 000 Menschen vertrieben werden.

Die betroffenen Gebiete sind von einer Verformung betroffen, die sich über ein Gebiet von ca. 130 km2 erstreckt, mit einer maximalen Verschiebung von mindestens 70 cm. Infolgedessen wurden durch die Erdbeben Städte zerstört, die lokale und regionale Infrastruktur ernsthaft beschädigt, Teile des historischen und kulturellen Erbes vernichtet, wirtschaftliche Aktivitäten beeinträchtigt, insbesondere für KMU sowie in der Landwirtschaft, im Tourismus und in der Gastronomie.

Darüber hinaus sind die voraussichtlich harten Witterungsbedingungen im bevorstehenden Winter für die vielen Menschen ohne Zuhause ein ernsthaftes Problem. Dieses Problem muss rasch und effizient angegangen werden, damit für die Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, menschenwürdige Lebensbedingungen geschaffen werden.

In diesem Zusammenhang wird die Kommission gebeten, folgende Fragen beantworten:

– Hat die Kommission alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um den betroffenen italienischen nationalen und regionalen Behörden bei der Hilfeleistung nach der Katastrophe zu unterstützen und ihnen zu helfen?

– Wird die Kommission prüfen, ob die vorhandenen Verfahren zur Prüfung der Anträge auf Finanzierung vereinfacht werden können und die Zeit, die für die Genehmigung und Auszahlung der Mittel aus dem Solidaritätsfonds erforderlich ist, verkürzt werden kann?

– Wird die Kommission prüfen, ob es möglich ist, einen Darlehensmechanismus im Rahmen der EIB einzurichten, mit dem Mittel für die Mitgliedstaaten bereitgestellt werden, bevor sie Mittel aus dem Solidaritätsfonds erhalten?

Originalsprache der Anfrage: EN
Rechtlicher Hinweis