Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : O-000019/2017

Eingereichte Texte :

O-000019/2017 (B8-0220/2017)

Aussprachen :

PV 15/05/2017 - 9
PV 18/05/2017 - 16
CRE 18/05/2017 - 16

Abstimmungen :

Angenommene Texte :


Parlamentarische Anfragen
PDF 197kWORD 16k
15. März 2017
O-000019/2017
Große Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Aussprache O-000019/2017
an die Kommission
Artikel 130b der Geschäftsordnung
Dubravka Šuica, Franc Bogovič, Daniel Buda, Pál Csáky, Andor Deli, György Hölvényi, Marijana Petir, Ivan Štefanec, Patricija Šulin, Alojz Peterle, Marian-Jean Marinescu, Miroslav Mikolášik, Ivana Maletić, Milan Zver, Tomáš Zdechovský, Inese Vaidere, Traian Ungureanu, Željana Zovko, Eduard Kukan, Krišjānis Kariņš, Ivica Tolić, Romana Tomc, Dariusz Rosati, Artis Pabriks, Adam Szejnfeld, Renate Sommer, Pavel Svoboda, Michaela Šojdrová, Iuliu Winkler, Zigmantas Balčytis, Nicola Caputo, Doru-Claudian Frunzulică, Georgi Pirinski, Monika Smolková, Olga Sehnalová, Biljana Borzan, Tonino Picula, Anna Elżbieta Fotyga, Ruža Tomašić, Monica Macovei, Jana Žitňanská, Georgios Epitideios, Ivan Jakovčić, Ivo Vajgl, Merja Kyllönen, Julia Pitera

 Betrifft: Große Anfrage - Unterschiede bei den Angaben zu sowie bei der Zusammensetzung und dem Geschmack von Produkten auf den Märkten in mittel-/osteuropäischen und westeuropäischen EU-Mitgliedstaaten
 Antwort im Plenum 

Bei der 3 524. Sitzung des Rates (Landwirtschaft und Fischerei) am 6. März 2017 in Brüssel, die Nahrungsmittel von zweierlei Qualität zum Gegenstand hatte, wurde die Kommission aufgefordert, angemessene Maßnahmen, einschließlich Rechtsvorschriften auf EU-Ebene, in Erwägung zu ziehen.

Studien haben gezeigt, dass bei der Zusammensetzung und Qualität von Produkten derselben Marke und mit derselben Verpackung auf den Märkten in den mittel- bzw. osteuropäischen und den westeuropäischen Mitgliedstaaten der EU Unterschiede bestehen und dass viele Produkte, die in mittel- bzw. osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten verkauft werden, Zutaten von minderer Qualität enthalten als die Markenartikel, die in den westeuropäischen Mitgliedstaaten verkauft werden. Aus einigen Studien geht hervor, dass bei bis zu der Hälfte der Produkte Unterschiede bestehen, die sich erheblich auf deren Qualität auswirken, unter anderem ein geringerer Fleischanteil, ein höherer Fettgehalt, mehr künstliche Süßstoffe und Konservierungsmittel sowie ein geringeres Gewicht.

Dies wurde bei einer Vielzahl von Produkten festgestellt – von Nahrungs- und Körperpflegemitteln bis hin zu Reinigungs- und Desinfektionsmitteln; sie sind von minderer Qualität und werden oftmals zu einem höheren Preis als dieselben Produkte auf den Märkten im Westen der EU verkauft.

Zwar nehmen Unternehmen eine Differenzierung der Produkte nach Märkten vor; es ist jedoch nicht hinnehmbar, dass bei der Qualität der Grundzutaten Unterschiede bestehen und dass die Verbraucher derart irregeführt werden.

Welche Maßnahmen wird die Kommission unter Berücksichtigung des Binnenmarktes ergreifen, um dieser Praxis der Fragmentierung des Binnenmarkts ein Ende zu setzen? Wird die Kommission die EU-Rechtsvorschriften überarbeiten, um Doppelstandards bei der Qualität von Produkten, die in Mittel- bzw. Osteuropa und in Westeuropa verkauft werden, zu beseitigen und so die Verbraucher zu schützen?

Originalsprache der Anfrage: EN
Rechtlicher Hinweis