Verfahren : 2017/3016(RSP)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : O-000004/2018

Eingereichte Texte :

O-000004/2018 (B8-0010/2018)

Aussprachen :

PV 16/04/2018 - 23
CRE 16/04/2018 - 23

Abstimmungen :

Angenommene Texte :


Parlamentarische Anfragen
PDF 190kWORD 19k
25. Januar 2018
O-000004/2018
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000004/2018
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Agnieszka Kozłowska-Rajewicz, im Namen des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter

 Betrifft: Stärkung der Rolle von Frauen und Mädchen durch die Digitalwirtschaft
 Antwort im Plenum 

Mit der rasch voranschreitenden Digitalisierung in mehreren Branchen verändern sich die Arten von Beschäftigung sowie die Erfordernisse des Arbeitsmarktes und im Bildungsbereich. Wenn Frauen Zugang zu Mitteln haben, die ihnen eine Verbesserung ihrer E-Kompetenzen ermöglichen, so bietet die Digitalisierung die Möglichkeit, die Erwerbsbeteiligung und die Einkommen von Frauen zu erhöhen und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern und weibliches Unternehmertum zu fördern. Aus einem Bericht der Kommission von 2013 geht hervor, dass es der EU-Wirtschaft jährlich 9 Mrd. EUR einbringen würde, wenn Frauen in gleichem Maße wie Männer in der IKT-Branche vertreten wären. Zwischen Männern und Frauen besteht allerdings nach wie vor ein großer Unterschied, was ihre grundlegenden und fortgeschrittenen E-Kompetenzen, den Zugang zu digitalen Technologien und Dienstleistungen und den Anteil von Frauen in digitalisierten Arbeitsplätzen betrifft. Laut Prognosen der Kommission werden für einen Großteil der Arbeitsplätze in der EU in der näheren Zukunft zumindest in einem gewissen Ausmaß digitale Kompetenzen erforderlich sein, und der größte Anstieg von Stellenangeboten ist in der Digitalwirtschaft zu beobachten; deshalb ist es dringend erforderlich, die digitale Kompetenz von Frauen und Mädchen zu fördern.

1. Beabsichtigt die Kommission, eine Studie durchzuführen, um die systemischen Ursachen für die größer werdenden Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Bereich der digitalen Kompetenzen und beim Zugang zu digitalen Werkzeugen und Dienstleistungen – sowohl in Bezug auf Spitzentechnologien als auch auf Grundlagentechnologien – zu ermitteln?

2. Mit welchen Maßnahmen fördert und verbreitet die Kommission derzeit E-Kompetenzen und digitale Kompetenz bei Mädchen? Welche Bildungsmaßnahmen – z. B. die Förderung der Kodierfähigkeit – werden derzeit für Frauen aller Alters- und Berufsgruppen umgesetzt?

3. Beabsichtigt die Kommission, im Rahmen der Initiative „IKT-Kompetenzen für Arbeitsplätze“, die speziell auf Mädchen ausgerichtet ist, Maßnahmen umzusetzen?

4. Erwägt die Kommission, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die Attraktivität und den Wert von Kompetenzen in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu erhöhen und mehr Frauen und Mädchen darin zu bestärken, ein Studium in diesen Fächern aufzunehmen und abzuschließen?

Originalsprache der Anfrage: EN
Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2018Rechtlicher Hinweis