Parlamentarische Anfragen
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2. Februar 2018
O-000013/2018
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000013/2018
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Younous Omarjee, Pascal Durand, Dimitrios Papadimoulis, Michèle Rivasi, Claude Rolin, Eleonora Evi, Kateřina Konečná, Edouard Martin, Stefan Eck, Fabio Massimo Castaldo, Marisa Matias, Florent Marcellesi, Sofia Sakorafa, Neoklis Sylikiotis, Gabriela Zoană, Sabine Lösing, Bronis Ropė, Emmanuel Maurel, Marie-Pierre Vieu, Ernest Urtasun, Tania González Peñas, Igor Šoltes, Soraya Post, Jean-Paul Denanot, Anja Hazekamp, Xabier Benito Ziluaga, Estefanía Torres Martínez, Guillaume Balas, Yannick Jadot, Kostas Chrysogonos, Barbara Spinelli, Stelios Kouloglou, Costas Mavrides, Rosa D'Amato, Helmut Scholz, Hugues Bayet, Merja Kyllönen, Carolina Punset, Piernicola Pedicini, Marlene Mizzi, Marco Affronte, Jean-Marie Cavada, Liliana Rodrigues, Hilde Vautmans, Michel Reimon, Biljana Borzan, Robert Rochefort, Sirpa Pietikäinen, Isabelle Thomas, Gabriele Preuß, Dario Tamburrano, Thomas Waitz, Gérard Deprez, David Borrelli, Martina Michels, Marc Tarabella, Eva Joly, Javier Nart, Alfred Sant, Nicola Caputo, Maria Arena, Daciana Octavia Sârbu, Louis Michel, Maite Pagazaurtundúa Ruiz, Andrea Cozzolino, Karima Delli, Laura Agea, Karoline Graswander-Hainz, Isabella Adinolfi, Benedek Jávor, Patrick Le Hyaric, Frédérique Ries, Ricardo Serrão Santos, Nessa Childers, Dennis de Jong, Keith Taylor, Monika Beňová, António Marinho e Pinto

 Betrifft: Untersuchung nach dem "Dieselgate"-Skandal 2.0

Die New York Times und die Stuttgarter Zeitung haben am 25. bzw. 29. Januar 2018 enthüllt, dass die Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT), ein von den europäischen Unternehmen Volkswagen, Daimler und BMW sowie von dem Zulieferer Bosch finanziertes Gremium, 2014 und 2015 Dieselmotoren neuer Fahrzeuge getestet hat, indem sie Menschen und Affen ihre Abgase einatmen ließ, womit sie die Unschädlichkeit dieser Fahrzeuge zu beweisen versuchte, die im Übrigen von genau denselben Unternehmen frisiert worden waren, um die Anerkennung ihrer Übereinstimmung mit den europäischen Vorschriften zu erwirken.

Diese Tests, mit denen kein triftiges wissenschaftliches Ziel verfolgt und bewusst die Gesundheit der getesteten Menschen und Tiere aufs Spiel gesetzt wurde, verstoßen eklatant gegen die Grundrechte, die in den Verträgen und in der EU-Grundrechtecharta verankert sind, in denen verlangt wird, die Menschenwürde, die Unversehrtheit des Menschen und den Tierschutz zu achten, aber auch gegen den Geist und den Buchstaben der Verordnung (EU) Nr. 536/2014 über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln und der Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere.

Wird die Kommission zu diesen Praktiken und ihrer Übereinstimmung mit dem europäischen Recht eine eingehende Untersuchung vornehmen und gegebenenfalls Vertragsverletzungsverfahren einleiten?

Im Übrigen belegen diese Verstöße die Unzulänglichkeit des geltenden Rechtsrahmens über den Schutz und die Achtung der Unversehrtheit der Menschen und Tiere im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Forschung. Wird die Kommission deshalb den gesamten Rechtsrahmen und die bestehenden Kontrollmaßnahmen überprüfen?

Originalsprache der Anfrage: FR
Letzte Aktualisierung: 6. Februar 2018Rechtlicher Hinweis