Verfahren : 2016/2882(RSP)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : RC-B8-0995/2016

Eingereichte Texte :

RC-B8-0995/2016

Aussprachen :

PV 15/09/2016 - 8.3
CRE 15/09/2016 - 8.3

Abstimmungen :

PV 15/09/2016 - 11.4

Angenommene Texte :

P8_TA(2016)0351

GEMEINSAMER ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
PDF 296kWORD 85k
14.9.2016
PE589.582v01-00}
PE589.583v01-00}
PE589.584v01-00}
PE589.587v01-00}
PE589.592v01-00}
PE589.593v01-00}
PE589.597v01-00} RC1
 
B8-0995/2016}
B8-0996/2016}
B8-0997/2016}
B8-1000/2016}
B8-1005/2016}
B8-1006/2016}
B8-1010/2016} RC1

eingereicht gemäß Artikel 135 Absatz 5 und Artikel 123 Absatz 4 der Geschäftsordnung

anstelle der Entschließungsanträge der Fraktionen:

EFDD (B8-0995/2016)

ECR (B8-0996/2016)

PPE (B8-0997/2016)

ALDE (B8-1000/2016)

Verts/ALE (B8-1005/2016)

S&D (B8-1006/2016)

ENF (B8-1010/2016)


zu Simbabwe (2016/2882(RSP))


Cristian Dan Preda, David McAllister, Tunne Kelam, Davor Ivo Stier, Mariya Gabriel, Laima Liucija Andrikienė, Bogdan Brunon Wenta, Ivan Štefanec, Eduard Kukan, Thomas Mann, Therese Comodini Cachia, Pavel Svoboda, Patricija Šulin, Roberta Metsola, Romana Tomc, Milan Zver, Claude Rolin, Sven Schulze, Jaromír Štětina, Giovanni La Via, József Nagy, Maurice Ponga, Michaela Šojdrová, Tomáš Zdechovský, Luděk Niedermayer, Ramona Nicole Mănescu, Lefteris Christoforou, Adam Szejnfeld, Lorenzo Cesa, Csaba Sógor, Dubravka Šuica, Elisabetta Gardini, Anna Záborská, Eva Paunova, Andrey Kovatchev, László Tőkés, Deirdre Clune, Elmar Brok, Inese Vaidere im Namen der PPE-Fraktion
Pier Antonio Panzeri, Victor Boştinaru, Knut Fleckenstein, Richard Howitt, Clara Eugenia Aguilera García, Nikos Androulakis, Francisco Assis, Zigmantas Balčytis, Hugues Bayet, Brando Benifei, Goffredo Maria Bettini, José Blanco López, Vilija Blinkevičiūtė, Simona Bonafè, Biljana Borzan, Nicola Caputo, Nessa Childers, Andi Cristea, Miriam Dalli, Isabella De Monte, Monika Flašíková Beňová, Doru-Claudian Frunzulică, Enrico Gasbarra, Lidia Joanna Geringer de Oedenberg, Ana Gomes, Maria Grapini, Sylvie Guillaume, Cătălin Sorin Ivan, Liisa Jaakonsaari, Eva Kaili, Afzal Khan, Cécile Kashetu Kyenge, Juan Fernando López Aguilar, Krystyna Łybacka, Vladimír Maňka, Louis-Joseph Manscour, David Martin, Costas Mavrides, Sorin Moisă, Victor Negrescu, Momchil Nekov, Norbert Neuser, Demetris Papadakis, Tonino Picula, Kati Piri, Miroslav Poche, Liliana Rodrigues, Inmaculada Rodríguez-Piñero Fernández, Siôn Simon, Monika Smolková, Tibor Szanyi, Claudia Țapardel, Marc Tarabella, Elena Valenciano, Julie Ward, Boris Zala, Damiano Zoffoli, Carlos Zorrinho im Namen der S&D-Fraktion
Geoffrey Van Orden, Charles Tannock, Mark Demesmaeker, Branislav Škripek, Angel Dzhambazki, Monica Macovei, Jana Žitňanská, Ryszard Antoni Legutko, Anna Elżbieta Fotyga, Tomasz Piotr Poręba, Karol Karski, Ryszard Czarnecki, Ruža Tomašić im Namen der ECR-Fraktion
Hilde Vautmans, Petras Auštrevičius, Beatriz Becerra Basterrechea, Izaskun Bilbao Barandica, Dita Charanzová, Ilhan Kyuchyuk, Louis Michel, Nedzhmi Ali, Gérard Deprez, Marian Harkin, Urmas Paet, Pavel Telička, Ramon Tremosa i Balcells, Javier Nart, Marietje Schaake, Johannes Cornelis van Baalen, Hannu Takkula, Carolina Punset, Martina Dlabajová, Cecilia Wikström, Marielle de Sarnez, José Inácio Faria, Ivo Vajgl, María Teresa Giménez Barbat, Paavo Väyrynen, Ivan Jakovčić, Frédérique Ries, Petr Ježek, Charles Goerens, Jasenko Selimovic, Kaja Kallas, Filiz Hyusmenova im Namen der ALDE-Fraktion
Judith Sargentini, Jean Lambert, Maria Heubuch, Heidi Hautala, Jordi Sebastià, Bart Staes, Michèle Rivasi, Barbara Lochbihler, Ernest Urtasun, Bodil Valero, Igor Šoltes, Davor Škrlec, Bronis Ropė im Namen der Verts/ALE-Fraktion
Ignazio Corrao, Fabio Massimo Castaldo, Piernicola Pedicini, Laura Agea, Isabella Adinolfi, Laura Ferrara, Beatrix von Storch im Namen der EFDD-Fraktion
Louis Aliot, Laurenţiu Rebega, Mireille D’Ornano, Mario Borghezio, Jean-Luc Schaffhauser, Marcus Pretzell, Harald Vilimsky, Barbara Kappel im Namen der ENF-Fraktion
ÄND.

Entschließung des Europäischen Parlaments zu Simbabwe (2016/2882(RSP))  

Das Europäische Parlament,

–  unter Hinweis auf seine vorangegangenen Entschließungen zu Simbabwe,

–  unter Hinweis auf die vor Ort abgegebene Erklärung der EU vom 12. Juli 2016 zur Gewalt,

–  unter Hinweis auf die vor Ort abgegebene Erklärung der EU vom 9. März 2016 zur Entführung von Itai Dzamara,

–  unter Hinweis auf den Beschluss (GASP) 2016/220 des Rates vom 15. Februar 2016(1) zur Änderung des Beschlusses 2011/101/GASP über restriktive Maßnahmen gegen Simbabwe,

–  unter Hinweis auf das 2008 von den drei größten Parteien – ZANU‑PF, MDC‑T und MDC – unterzeichnete Umfassende Politische Abkommen,

–  unter Hinweis auf die Afrikanische Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker vom Juni 1981, die Simbabwe ratifiziert hat,

–  unter Hinweis auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom Dezember 1948,

–  unter Hinweis auf die Verfassung von Simbabwe,

–  unter Hinweis auf das Cotonou-Abkommen,

–  gestützt auf Artikel 135 Absatz 5 und Artikel 123 Absatz 4 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass die Bevölkerung von Simbabwe seit vielen Jahren unter einem autoritären Regime unter Führung von Präsident Mugabe leidet, das sich durch Korruption, Gewalt, Wahlmanipulationen und einen brutalen Sicherheitsapparat an der Macht hält; in der Erwägung, dass die Bevölkerung von Simbabwe seit Jahrzehnten keine wirkliche Freiheit erlebt hat und viele unter Dreißigjährige daher nur ein Leben in Armut und gewaltsamer Unterdrückung kennen;

B.  in der Erwägung, dass die Unruhen im krisengeschüttelten Simbabwe vor dem Hintergrund von Bargeldengpässen, weitverbreiteter Arbeitslosigkeit, staatlicher Korruption und Bemühungen der staatlichen Stellen, das Recht auf freie Meinungsäußerung und die politische Opposition zu unterdrücken, wieder zunehmen; in der Erwägung, dass sich derzeit in Erwartung der Zeit nach Mugabe die unterschiedlichen Gruppen positionieren;

C.  in der Erwägung, dass nach der Ablösung der Koalitionsregierung im Jahr 2013 die Bemühungen von Tendai Biti, die Wirtschaft zu stabilisieren und die Staatseinnahmen zu erhöhen, durch eine Rückkehr zum Patronagesystem, zur Kleptokratie und zu einem Zustand der Angst zunichte gemacht wurden; in der Erwägung, dass Simbabwe derzeit die schwerste Wirtschaftskrise seit der Hyperinflation von 2008 erlebt; in der Erwägung, dass der Staat im Grunde bankrott ist;

D.  in der Erwägung, dass seit Mai 2016 tausende Demonstranten – informelle Händler, junge Arbeitslose und inzwischen auch Fachkräfte – in mehreren städtischen Zentren Simbabwes auf die Straße gegangen sind, um gegen Arbeitsplatzverluste, Massenarbeitslosigkeit und die Tatsache zu demonstrieren, dass die Regierung die grundlegenden wirtschaftlichen Erwartungen der Bevölkerung nicht erfüllt, d. h. einen Arbeitsmarkt, der Arbeitsplätze bietet, Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die ihren Lohn rechtzeitig erhalten, eine vertrauenswürdige stabile Währung und bezahlbare Preise; in der Erwägung, dass nur die Angehörigen der Streitkräfte regelmäßig und in einer Währung, die etwas wert ist, bezahlt werden;

E.  in der Erwägung, dass die von dem Pastor Evan Mawarire angeführte Protestbewegung, die den Hashtag #ThisFlag verwendet, von Kirchen und vom Mittelstand Unterstützung erhält, der sich bisher in der Regel nicht an der Straßenpolitik beteiligt hatte;

F.  in der Erwägung, dass die Oppositionsbewegung #ThisFlag am 6. Juli 2016 zu einem landesweiten Streik aufrief, um dagegen zu protestieren, dass die Regierung nichts gegen Korruption, Straflosigkeit und Armut unternimmt; in der Erwägung, dass dies die Schließung der meisten Geschäfte und Betriebe in der Hauptstadt und ein hartes Vorgehen durch die Behörden zur Folge hatte;

G.  in der Erwägung, dass Promise Mkwananzi, der Anführer der gesellschaftlichen Bewegung #Tajamuka, die in Verbindung zu dem Streik im Juli steht, der festgenommen und der Anstiftung zu öffentlichen Gewalttaten beschuldigt wurde, gegen Kaution freigelassen wurde; in der Erwägung, dass Linda Masarira, eine weitere Aktivistin der Bewegung #Tajamuka, während der Demonstrationen im Juli festgenommen wurde und sich seitdem in Haft befindet;

H.  in der Erwägung, dass jetzt viele Demonstrationen über die sozialen Medien organisiert werden, und in der Erwägung, dass die Behörden Simbabwes den Zugang zum Internet gesperrt und das Versenden von Textnachrichten über WhatsApp blockiert haben, um die Demonstrationen zu behindern;

I.  in der Erwägung, dass während der Demonstrationen hunderte Menschen festgenommen wurden; in der Erwägung, dass es am 26. August 2016 in der Hauptstadt Harare zu blutigen Zusammenstößen kam, als die Polizei eine gerichtliche Anordnung ignorierte und tausende Demonstranten verprügelte, die sich unter der Leitung der Agenda für eine Reform des nationalen Wahlrechts (National Election Reform Agenda – Nera) versammelt hatten, um gegen das Ausbleiben von Reformen des Wahlrechts vor der mit großer Spannung erwarteten nationalen Wahl in dem Land im Jahr 2018 zu demonstrieren; in der Erwägung, dass sich viele derjenigen, die festgenommen wurden, immer noch in Haft befinden und der genaue Aufenthaltsort vieler von ihnen unbekannt ist;

J.  in der Erwägung, dass Präsident Mugabe an der Macht ist, seit das Land im Jahr 1980 die Unabhängigkeit erlangte, und eine Wiederwahl anstrebt, und in der Erwägung, dass mehrere Angehörige seiner Regierung Forderungen nach einer Reform des Wahlrechts vor der Wahl 2018 ablehnen;

K.  in der Erwägung, dass die Veteranen des Kampfes um die Unabhängigkeit, die früher enge Verbündete von Mugabe in der regierenden Partei waren, seine Rede vom 8. August 2016 boykottierten, da sie seine diktatorische Wandlung und die Tatsache anprangern, dass er das Land nicht aus der schweren Wirtschaftskrise herausführt, an der es seit dem Jahr 2000 leidet; in der Erwägung, dass der Präsident diesen Boykott als Verrat erachtete und als Vergeltung drei Mitglieder der nationalen Vereinigung der Veteranen der Unabhängigkeit festnahm;

L.  in der Erwägung, dass sich die Polizei am 2. September 2016, wenige Stunden, bevor in der Hauptstadt eine große Demonstration von 18 Parteien angekündigt war, auf den Erlass 101A berief, um alle Demonstrationen im Zentrum von Harare zu verbieten;

M.  in der Erwägung, dass der Gerichtshof am 7. September 2016 dieses Verbot für sieben Tage aussetzte, und in der Erwägung, dass diese Entscheidung wenige Tage getroffen wurde, nachdem Präsident Mugabe in die Unabhängigkeit der Justiz eingegriffen hatte, indem er die Richter Simbabwes wegen „unbesonnener“ Urteile, die Demonstrationen unter Verstoß gegen diese Regel ermöglichten, heftig angriff;

N.  in der Erwägung, dass der Menschenrechtskommission von Simbabwe zufolge Nahrungsmittelhilfe, die für die hungernden, von der Dürre in dem Land betroffenen Dorfbewohnern bereitgestellt wurde, entsprechend der Parteizugehörigkeit verteilt wurde und die Funktionäre der ZANU-PF Unterstützern der Oppositionspartei die Nahrungsmittelhilfe verweigerten; in der Erwägung, dass die Regierung von Simbabwe im Februar 2016 den Katastrophenfall ausrief und schätzte, dass im Januar 2017 etwa 4,5 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe benötigen werden und annähernd die Hälfte der ländlichen Bevölkerung zu verhungern droht;

O.  in der Erwägung, dass sich die Entführung des Menschenrechtsverteidigers Itai Dzamara am 9. März 2016 zum ersten Mal gejährt hat; in der Erwägung, dass der Gerichtshof angeordnet hat, dass die Regierung nach Dzamara sucht und dem Gerichtshof alle zwei Wochen über die Fortschritte berichtet, bis sein Aufenthaltsort ermittelt ist;

P.  in der Erwägung, dass Simbabwe das Cotonou-Abkommen unterzeichnet hat, in dessen Artikel 96 festgelegt ist, dass die Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten ein wesentlicher Bestandteil der AKP-EU-Zusammenarbeit ist;

Q.  in der Erwägung, dass eine geringe Anzahl restriktiver Maßnahmen der EU gegen das Regime von Simbabwe im Februar 2016 bis zum 20. Februar 2017 verlängert worden ist; in der Erwägung, dass die Einfrierung des Vermögens und Reiseverbote für Präsident Mugabe, Grace Mugabe und das Unternehmen „Zimbabwe Defence Industries“ weiterhin gelten; in der Erwägung, dass ein Waffenembargo bestehen bleiben wird; in der Erwägung, dass die EU zuvor Beschränkungen gegen 78 natürliche und acht juristische Personen aufgehoben hatte;

R.  in der Erwägung, dass dem Nationalen Richtprogramm (NIP) für Simbabwe 234 Mio. EUR für den Zeitraum 2014–2020 im Rahmen des elften Europäischen Entwicklungsfonds zugewiesen worden sind, deren Schwerpunkt auf drei Hauptbereichen liegen soll, nämlich Gesundheitswesen, auf die Landwirtschaft gestützte wirtschaftliche Entwicklung sowie gute Staatsführung und Aufbau von Institutionen;

1.  ist ernsthaft besorgt über die Zunahme der Gewalt gegen Demonstranten in Simbabwe in den letzten Monaten; nimmt mit Besorgnis das kürzlich bekannt gegebene einmonatige Demonstrationsverbot zur Kenntnis; fordert die Regierung und alle Parteien in Simbabwe auf, das Recht, friedlich zu demonstrieren, um echte Anliegen anzusprechen, zu achten, und fordert die Staatsorgane Simbabwes auf, Vorwürfen exzessiver Gewaltanwendung und anderer Menschenrechtsverstöße durch Mitglieder der simbabwischen Polizei nachzugehen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen;

2.  ist besorgt über den Anstieg der Zahl willkürlicher Verhaftungen von Menschenrechtsverteidigern und Menschen, die an friedlichen und rechtmäßigen Demonstrationen teilnehmen, und fordert, dass das Rechtsstaatsprinzip geachtet und die Verfassung gewahrt wird;

3.  fordert die Staatsorgane Simbabwes auf, alle politischen Gefangenen unverzüglich und bedingungslos freizulassen;

4.  verurteilt die jüngsten Erklärungen von Präsident Mugabe, in denen er die Justiz Simbabwes angriff, und fordert die Staatsorgane Simbabwes auf, die Unabhängigkeit der Justiz nicht anzutasten;

5.  weist darauf hin, dass Simbabwe nach dem Umfassenden Politischen Abkommen verpflichtet ist, dafür zu sorgen, dass seine Rechtsvorschriften und seine Verfahren und Methoden mit den internationalen Menschenrechtsgrundsätzen und ‑normen, wozu auch die Versammlungs‑, Vereinigungs- und Meinungsfreiheit gehören, in Einklang stehen;

6.  weist auf die besondere Notlage vieler Frauen in Simbabwe und darauf hin, dass die Rechte der Frau geachtet werden müssen;

7.  ist der Auffassung, dass die Aufhebung des Großteils der restriktiven Maßnahmen übereilt war und dass der Rat und die Kommission in Erwägung ziehen sollten, bestimmte Maßnahmen erneut zu verhängen und gleichzeitig klarzustellen, dass sie aufgehoben werden und ein Paket an Unterstützungen zur Verfügung gestellt wird, sobald sich Simbabwe eindeutig auf dem Weg zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte befindet, sowie insbesondere darauf hinzuweisen, dass Unterstützung gewährt werden wird, um einen freien und fairen Wahlprozess und eine Polizeireform zu fördern;

8.  fordert einen friedlichen Übergang der Macht auf der Grundlage eines freien und fairen Wahlprozesses, der Rechtsstaatlichkeit und der Achtung der Menschenrechte, um eine freie, wohlhabende und pluralistische Demokratie aufzubauen;

9.  verurteilt nachdrücklich die Blockierung von Nahrungsmittelhilfe aus politischem Kalkül; betont seine Besorgnis über eventuelle weitere Maßnahmen, die die landwirtschaftliche Produktion schädigen würden, und fordert Schritte, um die Ernährungssicherheit zu verbessern;

10.  bekundet seine nach wie vor bestehende Sorge über die Entführung von Itai Dzamara; fordert, dass das Recht auf richterliche Haftprüfung geachtet wird und dass sich die für seine Entführung Verantwortlichen vor Gericht verantworten müssen;

11.  beharrt darauf, dass die EU dafür sorgen muss, dass die Simbabwe für sein Nationales Richtprogramm zugewiesene Finanzhilfe tatsächlich in den betreffenden Bereichen eingesetzt wird, und fordert die Regierung Simbabwes auf, der Kommission ungehinderten Zugang zu den von der EU finanzierten Projekten zu ermöglichen und ihre Offenheit auf technische Unterstützung für gemeinsam vereinbarte Projekte und Programme auszuweiten;

12.  betont, dass es wichtig ist, dass die EU einen politischen Dialog mit den Staatsorganen Zimbabwes gemäß den Artikeln 8 und 96 des Cotonou-Abkommens einleitet und dadurch die Zusage der EU, die Bevölkerung vor Ort zu unterstützen, bestätigt;

13.  fordert die Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) und den Commonwealth auf, sich erneut dafür einzusetzen, Simbabwe dabei zu helfen, auf den Weg der Demokratie zurückzufinden;

14.  beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung der Vizepräsidentin der Kommission und Hohen Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, dem Rat, der Kommission, den Regierungen und Parlamenten der Mitgliedstaaten, dem Europäischen Auswärtigen Dienst, der Regierung und dem Parlament Simbabwes, den Regierungen der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika, der Afrikanischen Union, dem Panafrikanischen Parlament, der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU und dem Generalsekretär des Commonwealth zu übermitteln.

 

 

(1)

ABl. L 40 vom 17.2.2016, S. 11.

Rechtlicher Hinweis