Einleitung

Es besteht kein Zweifel daran, daß der Euro eine der stärksten Währungen der Welt sein wird. Er wird sich auf eine Reihe starker Volkswirtschaften stützen, die gemeinsam den größten Binnenmarkt der Welt bilden. Eine starke Währung ist eine wichtige Vorbedingung für die Förderung von Wachstum und Beschäftigung. Das Europäische Parlament hat sich daher stets für die Europäische Währungsunion als weiteren Schritt zu einer noch stärkeren Integration eingesetzt.

Voraussetzung für die Währungsunion ist eine Koordinierung der Steuer- und Wirtschaftspolitiken. Das Parlament hat die Notwendigkeit einer besseren Koordinierung der nationalen Politiken immer wieder unterstrichen. Dies gilt insbesondere für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Das Europäische Parlament muß dafür Sorge tragen, daß die Währungsunion für den Bürger konkrete Vorteile mit sich bringt. Als einzige demokratisch gewählte Institution wird das Europäische Parlament die Aufgabe haben, die Beschlüsse, die von der unabhängigen Zentralbank und vom Europäischen Rat gefaßt werden, politisch zu kontrollieren.

In dieser Broschüre wird das Konzept der Währungsunion aus der Sicht des Europäischen Parlaments dargelegt. Sie enthält allgemeine Informationen über die neue Währung und einen Überblick über die Rolle des Parlaments innerhalb der Wirtschafts- und Währungsunion.

Für den Übergang zur einheitlichen Währung bedarf es der Unterstützung des europäischen Bürgers, da er derjenige ist, der diese Währung verwenden wird. Eine Währung kann nur so stark sein, wie das Vertrauen, das sie genießt. Der Euro verdient unser Vertrauen. Vertrauen beruht jedoch auf Verständnis. Mit dieser Broschüre möchte das Europäische Parlament dazu beitragen, die neue Währung den Bürgern näher zu bringen und ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu verbessern.

blanc José María GIL-ROBLES
Präsident des Europäischen Parlaments


European parliament, Revised 27 April 1998
URL: http://europarl.europa.eu/tf/euro/de/1_intro/default.htm