Das EYE2018: Eine Stimme für junge Menschen

Zwei Tage lang war das Europäische Parlament in Straßburg voller Farben, Gedanken und frischer Energie. Obwohl es bereits vorbei ist, werden die diskutierten Ideen den Abgeordneten des Europäischen Parlaments (MdEPs) bald vorgestellt.

Zum bereits dritten Mal fand das Europäische Jugendevent (EYE2018) vom 1.-2. Juni 2018 in Straßburg statt. Bei dieser Gelegenheit kamen 8970 junge Besucher und über 250 geladene Sprecher ins Parlament in Straßburg, zudem 11 weitere Organisatoren, Hunderte Jugendorganisationen und viele begeisterte Freiwillige. Die Teilnehmer kamen aus 28 Mitgliedstaaten der EU und Ländern außerhalb der EU, insgesamt waren auf dem Event 109 Nationalitäten vertreten.

Das Ziel der Veranstaltung war es, jungen und aktiven Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihre Ideen und Vorstellungen mit europäischen Entscheidungsträgern zu diskutieren. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, sowie die Vizepräsidenten Valcárcel Siso, Sylvie Guillaume, Mairead McGuinness, Rainer Wieland und viele weitere MdEP nahmen an zahlreichen Veranstaltungen teil, hörten sich Vorschläge an, diskutierten mit den Teilnehmern und gaben ihnen wertvolle Ratschläge.

Aber das „Jugendbeben" hörte damit noch nicht auf. Der EYE Bericht mit über 100 konkreten Ideen, die auf dem Event diskutiert wurden, wurde Ende Juli auf Englisch vorgelegt und wird im September in allen offiziellen Sprachen der EU zur Verfügung stehen. Die Abgeordneten werden dann die Ideen während der EYE Anhörungen im Oktober und im November diskutieren.

Für das EYE Organisationsteam sind die Erfahrungen und Eindrücke der Teilnehmer sehr wichtig, daher fanden während des EYE und im Anschluss daran Befragungen statt, um herauszufinden, was gut angekommen ist und was das nächste Mal verbessert werden kann. Von den Befragten gaben über 70% an, dass sie mit der Möglichkeit, sich mit anderen Jugendlichen zu treffen und auszutauschen, sehr zufrieden waren. Außerdem begrüßten sie die Möglichkeit, bei verschiedenen Workshops und Vorträgen zu den Debatten und Gesprächen beizutragen.

Auf den anderen Seite gab es Kritik über den Prozess der Akkreditierung und die Sicherheitskontrollen, lange Schlangen bei der Verpflegung und über die teilweise beschränkten Möglichkeiten für das Publikum mit Fragen oder Stellungnahmen bei einigen Veranstaltungen zu intervenieren. Darüber hinaus wünschten sich die Befragten bessere Orientierungsmöglichkeiten und Beschilderung, eine App mit besserer Funktionalität und eine größere Vielfalt an Meinungen in den Debatten. Alle diese Punkte werden beim nächsten EYE im Jahr 2020 berücksichtigt.

Bleiben sie auf dem Laufenden über Aktuelles und neue Initiativen mit Hilfe dieser Webseite und den EYE Kanälen in den sozialen Medien.