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Die Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt am Main ist für die Europäische Währungspolitik verantwortlich. Mit dem Vertrag von Lissabon ist sie zu einem Organ der Europäischen Union geworden. Hauptziel der Bank ist es, die Preisstabilität in Europa zu gewährleisten. Um ihre gemäß der Verträge auferlegten Aufgaben erfüllen zu können, ist sie völlig unabhängig und darf auch von der Politik nicht beeinflusst werden. Deshalb verfügt die Zentralbank über einen eigenen Haushalt, der von den nationalen Zentralbanken gespeist wird. EZB, nationale Zentralbanken sowie Mitglieder ihrer Beschlussorgane dürfen keine Weisungen von Regierungen der Mitgliedstaaten entgegen nehmen. Die Mitgliedstaaten verpflichten sich im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) diesen Grundsatz zu beachten.

Zentrale Aufgaben gemäß Art. 127 AEUV

  • Festlegung und Ausführung der Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets,
  • Durchführung von Devisengeschäften,
  • Aufrechthaltung und Verwaltung der offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten,
  • Förderung des reibungslosen Funktionierens der Zahlungssysteme.

Die Europäische Zentralbank hat das ausschließliche Recht, die Ausgabe von Euro-Banknoten innerhalb der Union zu genehmigen. Die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken, die zum Europäischen System der Zentralbanken zusammengeschlossen sind, sind zur Ausgabe von Euro-Banknoten berechtigt. Anders ist es mit den Euro-Münzen. Diese können von den Mitgliedsstaaten ausgegeben werden, doch die Europäische Zentralbank genehmigt vorher, wie viele Münzen geprägt werden dürfen.

Die EZB muss vor dem Europäischen Parlament Rechenschaft für ihre geldpolitischen Entscheidungen ablegen. So muss er das Europäische Parlament etwa über die Festlegung und Änderung der Euro-Leitkurse unterrichten. Der Präsident der EZB spricht vierteljährlich vor dem zuständigen Ausschuss des Europäischen Parlaments, dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung. Das Parlament erhält auch den Jahresbericht der Europäischen Zentralbank und kann auf dieser Grundlage eine Aussprache durchführen.

Die drei Organe der EZB sind:

Der EZB-Rat

Ihm gehören alle Präsidenten der nationalen Zentralbanken der Länder des Euro-Raums sowie die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums an. Zu seinen Aufgaben gehören die  Festlegung der Leitlinien und die Festlegung der Geldpolitik zur Erfüllung der dem Eurosystem übertragenen Aufgaben. Der Rat tritt in der Regel zwei Mal monatlich zusammen. In einer anschließenden Pressekonferenz wird über die jeweilige Sitzung informiert.  


Das Direktorium

Es besteht aus einem Präsidenten und einem Vizepräsidenten der EZB sowie vier weiteren Mitgliedern, die von den Regierungen der Mitgliedstaaten nach Anhörung des Parlaments und des EZB-Rates ernannt werden. Er bereitet die Sitzungen des EZB-Rates vor, ist mit der Durchführung der Geldpolitik und der Führung der laufenden Geschäfte betraut.


Der Erweiterte Rat

Er umfasst Präsident und Vizepräsident der EZB sowie die Präsidenten der Zentralbanken aller EU-Mitgliedstaaten, unabhängig von der Einführung des Euro.  Die Präsidenten der Zentralbanken der EU-Länder, die den Euro noch nicht eingeführt haben, können an den Sitzungen des Erweiterten Rats teilnehmen, sind aber nicht stimmberechtigt.

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Mehr Informationen

Die EZB bietet umfassende Hintergrundinformationen zur Wirtschafts- und Währungsunion und zum Euro auf ihrer Homepage:

Weitere Infos in deutscher Sprache veröffentlicht die Bundesbank: