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05-03-2018
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„Jung sein in Bayern - Fit für Europa?!“ in München

Zukunftsweisender Dialog im Alten Rathaus:

Jugendliche erarbeiteten Ideen und Vorschläge zu EU-relevanten Themen

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Am 05. März 2018 wirkte das Verbindungsbüro an der Veranstaltung „Jung sein in Bayern - Fit für Europa?!“ mit, bei der rund 80 SchülerInnen und Studierenden aus ganz Bayern zusammenkamen, um sich im Alten Münchener Rathaus gemeinsam mit politischen AkteurInnen über EU-relevante Themen auszutauschen und zu diskutieren. 

Die an der Veranstaltung beteiligten Projektpartner waren die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, das Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, die Europäische Bewegung Bayern, die Europäische Akademie Bayern, die Landeshauptstadt München mit ihrem Europe Direct Informationszentrum, das Bayerische Schullandheimwerk sowie die Europawerkstatt der Gemeinde Zeitlarn.

Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete das Münchener Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments mit dem Einsatz von „Sli.do“, einem online-tool, bei dem alle Teilnehmer in Echtzeit interaktiv per Smartphone an Umfragen teilnehmen können. Bei den Ergebnissen der Umfragen zeigte sich, dass für über 50 Prozent der Jugendlichen die Europäische Union sehr wichtig ist, wobei das freie Reisen ohne Visa, dicht gefolgt von der EU als Garant des Friedens, die wichtigsten Vorteile darstellten.

Doch sahen die Jugendlichen auch Verbesserungsbedarf auf Seiten der EU, denn 79 Prozent wünschten sich ein größeres europäisches Engangement im Bereich der Bildung, Ausbildung und Arbeit, gefolgt von 60 Prozent, die mehr Handlungsbedarf beim Umweltschutz sahen. 34 Prozent wünschten sich mehr Einsatz bei der Gestaltung der digitalen Welt und in etwa die gleiche Menge einen stärkeren Einbezug von Jugendlichen. 42 Prozent der Teilnehmer empfanden die EU als wichtiges, jedoch als zu kompliziertes Gebilde. Auf Nachfrage, was die SchülerInnen und Studierenden als Vertreter ihrer Generation denn besser machen können, um die EU mitzugestalten, antworteten 30 Prozent, dass sie mehr an Schüler- und Studentenaustauschprogrammen teilnehmen oder auch eigene Europe-Schulprojekte anstoßen könnten.

Neben der Beteiligung an Umfragen erlaubt Sli.do auch das Stellen von Fragen. So konnten die Jugendlichen während der Präsentation ihre Fragen direkt per Smartphone posten, die dann von Lisa Weiß, Moderatorin und Journalistin des Bayerischen Rundfunks, aufgegriffen und von Tobias Winkler, dem Leiter des Verbindungsbüros, beantwortet wurden. Die Jugendlichen bewiesen dabei starkes Interesse an europäischen Themen, und es wurden hochaktuelle und tiefgründige Fragen gestellt, darunter „Wie bewerten Sie die Entwicklung, dass einige Länder nicht (mehr) die Werte der EU achten?“, „Ist das Ergebnis der Wahl in Italien eine Bedrohung für die EU?“, oder „Wie sollte die EU mit Russland umgehen?“.

Nach der Sli.do Umfrage fanden sich die teilnehmenden SchülerInnen und Studierenden in ihren Arbeitsgruppen - bestehend aus je 10 Jugendlichen - zusammen, um an einem der acht folgenden Themengebieten zu arbeiten:

• Weiterentwicklung der EU und europäisches Wir-Gefühl
• Mobilität und Begegnung
• Jugend in der digitalen Welt
• Bildung, Ausbildung und Arbeit
• Zusammenleben in Vielfalt
• Umwelt und Nachhaltigkeit
• Freiwilliges Engagement und Jugendorganisationen
• Politik für junge Menschen und Beteiligung  

Die TeilnehmerInnen diskutierten zunächst in Kleingruppen über „ihr“ Thema, überlegten, wo es Handlungsbedarf gibt und erarbeiteten Vorschläge und Verbesserungsmöglichkeiten, die dann im Anschluss am Dialog-Tischen mit Vertretern der Politik besprochen wurden. Anwesend waren die Stadträtinnen Dr. Manuela Olhausen (CSU), Sonja Haider (ÖDP), Ulrike Boesser (SPD), die Mitglieder des Bayerischen Landtags Eva Gottstein (Freie Wähler), Claudia Stamm (fraktionslos), Isabell Zacharias (SPD) und Herbert Woerlein (SPD), sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld, Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung, Tobias Winkler, Leiter des Verbindungsbüros und Birgit Schmitz-Lenders, Leiterin der Europäischen Akademie Bayern.

Nach der Bearbeitung der Themen in Kleingruppen wurden diese im Plenum vorgestellt, kommentiert von Dr. Harald Parriger, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in Bayern.
Das Schlusswort hatte Josef Schmid, 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München und Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft. Eine rundum gelungene Veranstaltung ging so zu Ende, bei der die ca. 80 anwesenden SchülerInnen und Studierdenden ihr bereits bestehendes Wissen über Europa vertiefen und ihre Ideen und Vorschläge zu den oben genannten acht Themengebieten mit politischen Akteuren bearbeiten und diese vor der Presse vorstellen konnten.

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© Fotos: Steffen Leiprecht 2018

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