• Die 16-jährige pakistanische Aktivistin Malala Yousafzai, die für das Recht der Mädchen auf Bildung kämpft, hat den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit gewonnen. Der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz wird ihr den Preis während einer feierlichen Sitzung am Mittwoch, den 20. November um 12:00 Uhr überreichen.

  • Börsennotierte Unternehmen in der EU sollten anstreben, dass bis 2020 40% aller Aufsichtsräte Frauen sind. Dies werden die Abgeordneten am Mittwoch fordern, wenn sie über neue Regeln abstimmen, um die Gleichstellung der Geschlechter in wirtschaftlichen Entscheidungsgremien voranzutreiben.

  • Das Europäische Parlament sollte das Recht haben, selbst über seinen Sitz und Kalender zu entscheiden. So steht es in einem Resolutionsentwurf, über den die Abgeordneten am Dienstag diskutieren und am Mittwoch abstimmen werden. Die Mitglieder des Ausschusses für konstitutionelle Fragen schlagen ein ordentliches Vertragsänderungsverfahren vor, um die notwendigen Anpassungen vorzunehmen.

  • Das Parlament wird am Dienstag über die Zustimmung zum langfristigen EU-Haushalt für 2014-2020 (Verordnung über die mehrjährige Finanzplanung - MFR) entscheiden. Investitionen in die Landwirtschaft, regionale Entwicklung und andere EU-Finanzierungsprogramme wurden bereits in Verhandlungen mit dem Rat während der vergangenen zwei Jahre vereinbart.

  • Das Parlament wird am Dienstag über den langfristigen Haushalt 2014-2020 abstimmen und am Mittwoch über den für das nächste Jahr, nachdem der Haushaltsausschuss am 14. November beiden Vorschlägen zugestimmt hat.

  • Am Dienstag wird das Parlament über die Neugestaltung der EU-Kohäsionspolitik diskutieren, über die in den Jahren 2014-2020 insgesamt 325 Milliarden Euro in Europas Regionen investiert werden sollen. Der Schwerpunkt liegt auf Schlüsselzielen wie Forschung, Innovation, Energieeffizienz oder Unterstützung von KMU, und auf Bürokratieabbau. Die Abstimmung ist für Mittwoch geplant.

  • Am Mittwoch werden die Abgeordneten über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) debattieren und abstimmen, nachdem sie sich vorab mit dem Rat über die Details dieser umfassenden Erneuerung geeinigt hatten. Unter der künftigen GAP werden die Finanzmittel zwischen den Mitgliedstaaten und den Landwirten fairer verteilt.

  • Im Rahmen eines einzigen Programms sollen junge Europäer mehr Möglichkeiten bekommen, im Ausland zu studieren oder sich beruflich aus- oder weiterzubilden. Am Donnerstag wird das Europäische Parlament über einen entsprechenden Vorschlag abstimmen. Im Programm soll ein Kreditgarantieinstrument Tausenden von Studenten günstige Darlehen für Master-Studiengänge in anderen EU-Ländern ermöglichen. Das Programm ist mit über 14,7 Milliarden Euro (zu Preisen von 2013) dotiert.

  • Das Parlament wird am Mittwoch darüber abstimmen, den Anteil des Europäischen Sozialfonds an den Finanzmitteln für die Regionalpolitik auf 25% zu erhöhen. Gegenwärtig beläuft sich der Anteil auf 22,1%. Damit sollen Beschäftigung, berufliche Bildung und soziale Integration finanziert werden. Weiterhin wollen die Abgeordneten ein Programm für Beschäftigung und soziale Innovation annehmen.

  • Um die Vervollständigung des transeuropäischen Verkehrsnetzes sowie der Energie- und Telekommunikationsnetze voranzutreiben, werden die Abgeordneten am Dienstag voraussichtlich eine Vereinbarung mit den Mitgliedstaaten über die "Connecting Europe“-Fazilität (CEF) annehmen, sowie über Leitlinien des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) abstimmen.

  • Die Abgeordneten werden über das mit 70,2 Mrd. Euro ausgestattete EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation für den Zeitraum 2014-2020 am Donnerstag abstimmen. "Horizont 2020" ersetzt das 7. Rahmenprogramm für Forschung. Kleinen und mittleren Unternehmen wird künftig die Teilnahme erleichtert. Zudem werden Initiativen gefördert, um junge Menschen für die Wissenschaft und mehr Wissenschaftler zur Teilnahme an den Programmen zu gewinnen.

  • LIFE ist ein Förderinstrument der EU, dessen neueste Ausgabe am Donnerstag im Parlament debattiert und beschlossen werden soll. Das Programm sieht vor, Umwelt- und Klimaschutzprojekte zu unterstützen, die zwischen 2014 und 2020 von staatlichen oder privaten Einrichtungen und Organisationen verwirklicht werden sollen. In Übereinstimmung mit den EU-Ministern wird die finanzielle Ausstattung des Programms von 2,2 auf 3,1 Milliarden Euro erhöht.

  • Literarische Übersetzungsprojekte, Videospiele und Theaterstücke, die Koproduktion von Kinofilmen sowie deren Synchronisierung, Untertitelung und Audiobeschreibungen sollen durch das Programm "Kreatives Europa" finanziell gefördert werden. Darüber wird das Europäische Parlament am kommenden Dienstag abstimmen.

  • Das Parlement wird am Dienstag über EU-Finanzhilfe abstimmen, die es Bulgarien, Litauen und der Slowakei erleichtern soll, drei Atomkraftwerke (Bohunice, Ignalia und Kozloduy) in der nächsten Haushaltsperiode (2014-2020) stillzulegen. Die Atomkraftwerke wären "zu veraltet und können nicht kosteneffizient renoviert werden, um den erforderlichen Mindestsicherheitsstandards zu genügen", erklärte der Berichterstatter Giles Chichester (EKR, UK).