• Mittwochmorgen wird das Parlament mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras über die aktuelle EU-Präsidentschaft seines Landes diskutieren. Im Anschluss an die Debatte findet eine Pressekonferenz statt. In einer weiteren Debatte am Vortag werden die Abgeordneten mit der Präsidentin Litauens, Dalia Grybauskaitė, die Bilanz des vorangegangenen litauischen EU-Vorsitzes ziehen.

  • Das Parlament wird über das Grundrecht auf Freizügigkeit innerhalb der EU am Mittwoch ab 15 Uhr mit Vertretern der Kommission und des Rates diskutieren. Die letzten verbleibenden Beschränkungen für den Zugang zu den Arbeitsmärkten einiger EU-Mitgliedsländer für rumänische und bulgarische Staatsbürger sind am 31. Dezember 2013 abgelaufen.

  • Die Beschaffung von Bauarbeiten, Waren oder Dienstleistungen sowie Abschlüsse von Konzessionsvereinbarungen sollen nicht länger unter ausschließlicher Berücksichtigung des niedrigsten Gebotes geschehen. Behörden sollen einen größeren Spielraum erhalten, das für sie passendste Angebot auszuwählen, so die neuen Regeln der EU für das öffentliche Beschaffungswesen und Konzessionen, über die das Parlament am Mittwoch abstimmt.

  • Am Mittwochnachmittag diskutieren die Abgeordneten über das umstrittene maltesische Gesetz, das Interessenten von außerhalb der EU erlaubt, eine Unionsbürgerschaft zu erwerben. Am Donnerstag stimmen sie über eine entsprechende Entschließung ab. Nach der Regelung dürfen Angehörige von Drittstaaten unter bestimmten Bedingungen einen maltesischen Reisepass "kaufen", jedoch ohne in Malta wohnen zu müssen.

  • Die CO2-Emissionen neuer leichter Nutzfahrzeuge, die in der EU verkauft werden, sollen bis 2020 von 203 g/km auf 147 g/km gesenkt werden. So sieht es ein Gesetzentwurf vor, über den das Parlament am Dienstag abstimmt. Der Text des Gesetzes, über den sich die Abgeordneten mit den Mitgliedstaaten schon vorab geeinigt haben, macht weitere Senkungen nach 2020 möglich und führt ein neues Prüfprotokoll ein.

  • Die Abgeordneten werden sich während einer Debatte am Mittwoch erwartungsgemäß für den Start von Beitrittsgesprächen mit Serbien aussprechen und den Erfolg des Kosovo bei den ersten landesweiten Kommunalwahlen im vergangenen Jahr unterstreichen. Weiterhin erwarten sie eine Entscheidung der isländischen Regierung über ein Referendum zu EU-Beitrittsgesprächen. Am Donnerstag verabschiedet das Parlament Entschließungen zu den drei Ländern.

  • Das Parlament wird einen EU-weiten Vorstoß zur Verringerung von Kunststoffabfällen fordern. In einer entsprechenden Entschließung, über die am Dienstag abgestimmt wird, verlangen die Abgeordneten bis 2020 ein Verbot der für die Umwelt gefährlichsten Plastikprodukte sowie bestimmter Zusatzstoffe und Plastiktüten.

  • Die Abgeordneten werden voraussichtlich die Kommission dazu auffordern, genetisch veränderten Mais der Sorte Pioneer 1507 nicht für den EU-Markt zuzulassen. Diese insektenresistente Sorte könnte sich als gefährlich für harmlose Schmetterlinge und Motten erweisen, steht in einem Entschließungsentwurf, über den das Parlament am Donnerstag abstimmt.

  • Die jüngsten Fälle von Lebensmittelbetrug, einschließlich der Vermarktung von Pferdefleisch als Rindfleisch, verdeutlichen die Notwendigkeit der EU, die Funktionsweise der Lebensmittelkette zu überprüfen, Kontrollen zu verstärken und Kennzeichnungsvorschriften zu aktualisieren. So steht es in einer nichtlegislativen Entschließung, die am Dienstag verabschiedet werden soll.

  • Das Parlament wird die Kommission am Donnerstag erneut zur Vorlage einer europäischen Strategie zur Obdachlosigkeit drängen. Am selben Tag wird es eine entsprechende Entschließung verabschieden, nachdem die Abgeordneten bereits 2011 in einer Entschließung und in 2010 in einer schriftlichen Stellungnahme die Kommission zu einem solchen Vorstoß aufgefordert hatten.

  • Die Abgeordneten fordern einen angemessenen Sozialschutz für die wachsende Zahl der selbständig Erwerbstätigen in der EU. So steht es in einem Entschließungsentwurf, über den das Plenum am Dienstag abstimmt.

  • Die Abgeordneten werden die Kommission auffordern, neue Gesetze und andere Maßnahmen vorzuschlagen, um Sozialdumping zu vermeiden. Am Dienstag stimmen sie über einen entsprechenden Entschließungsentwurf ab.

  • Am Donnerstag stimmt das Parlament über die Kandidatin für einen Posten im EZB-Direktorium ab, der freigeworden war, nachdem der Deutsche Jens Asmussen die Zentralbank verlassen hatte. Sabine Lautenschläger, ebenfalls aus Deutschland, wäre die einzige Frau im EZB-Direktorium, wenn ihre Ernennung bestätigt wird.