Parlament will Gleichstellung von Männern und Frauen in der EU voranbringen 

Am Dienstag stimmen die Abgeordneten über eine Entschließung ab, die unter anderem zehn Arbeitstage vergüteten Vaterschaftsurlaub und für Frauen das Recht auf Abtreibung und Empfängnisverhütung fordert. Ferner wollen sie auf Probleme aufmerksam machen, die durch die Ungleichbehandlung der Geschlechter verursacht werden, wie etwa Gewalt gegen Frauen, das geschlechtsspezifische Lohngefälle und die "gläserne Decke" in der Karrierelaufbahn von Frauen.

In dem Entwurf der Entschließung rufen die Mitglieder des Parlaments zu einem vergüteten Vaterschaftsurlaub von mindestens zehn Arbeitstagen auf und bedauern die schon seit vier Jahren andauernde Blockade im Rat zur Mutterschutzrichtlinie, über welche die Verhandlungen wieder aufgenommen werden sollten. Frauen soll die Kontrolle über ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit, so auch die damit verbundenen Rechte auf einfachen Zugang zu Abtreibung und Empfängnisverhütung, gewährt werden.


Der Ausschuss für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter verabschiedet jedes Jahr eine Entschließung, welche den Fortschritt der Gleichstellung von Frauen und Männern bewertet.


Die Gleichbehandlung der Geschlechter ist ein fundamentales Recht der Europäischen Union und seit 1957 in den Verträgen verankert. Das Prinzip der Geschlechtergleichheit ist zentraler Bestandteil der EU-Politik.


Die Entschließung wird am Montagnachmittag vom Parlament diskutiert.



Debatte: Montag, den 9. März
Abstimmung: Dienstag, den 10. März


Verfahren: Nicht-legislative Entschließung


#equality #women