"eCall": Lebensrettende Notrufsysteme für Autos 

Notrufgeräte, die Rettungsdienste bei Autounfällen automatisch benachrichtigen, müssen bis zum 31. März 2018 in allen neuen Modellen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen installiert sein, so ein Gesetzentwurf, über den am Dienstag abgestimmt wird. Nehmen die Abgeordneten den Entwurf an, so gilt die informelle Abmachung von Dezember zwischen Parlament und Rat – der formell am 2. März zugestimmt hat – als bestätigt.

Das bordeigene eCall-Notrufsystem nutzt die einheitliche europäische Notrufnummer 112, um die Rettungsdienste automatisch zu schweren Verkehrsunfällen zu lotsen. So können diese ohne Verzögerungen über Art und Umfang der Rettung entscheiden, was ihnen hilft, schneller vor Ort zu sein, die Zahl der Todesopfer wie auch die Schwere der Verletzungen zu verringern und die Kosten zu reduzieren, die aufgrund von unfallbedingten Staus entstehen.


Jedes Jahr werden Rettungsdienste in der EU zu einer Großzahl von Verkehrsunfällen gerufen. Im Jahr 2014 gab es dabei 25.700 Todesopfer. Mit dem eCall-Notrufsystem könnte die Zahl der Unfalltoten um 10% pro Jahr verringert werden.



Debatte: Montag, den 27. April

Abstimmung: Dienstag, den 28. April

Pressekonferenz: Dienstag, den 28. April um 14:00 Uhr

Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren), Einigung in zweiter Lesung

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