CO2-Emissionen: Auch Schiffe müssen umweltfreundlicher werden 

Schifffahrtsunternehmen müssen ab Januar 2018 die CO2-Emissionen ihrer Schiffe, die EU-Häfen anlaufen, überwachen und jährlich darüber Bericht erstatten. So steht es in einem Gesetzentwurf, über den das Parlament am Donnerstag abstimmt. Die Vorschriften wurden bereits informell mit dem Rat vereinbart und gelten für Schiffe über 5000 Bruttoraumzahl (BRZ) – unabhängig vom Ort ihrer Registrierung – als erster Schritt zur Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen.

Die neuen Regeln würden ein EU-weites Überwachungs-, Berichterstattungs- und Prüfsystem für CO2-Emissionen von Schiffen einführen. Mit dem System sollen Daten über Emissionen und die Effizienz der Motoren erhoben sowie Anreize geschaffen werden, den Ausstoß von Emissionen und den Kraftstoffverbrauch zu verringern. Kriegsschiffe und Fischerboote würden von den Vorschriften ausgenommen.


Die internationale Seeschifffahrt ist die einzige Verkehrsart, die von den Verpflichtungen der EU zur Senkung der Treibhausgasemissionen ausgenommen ist.


Schiffe, die EU-Häfen anlaufen, sind derzeit für 4% aller Treibhausgasemissionen in der Schifffahrt verantwortlich – eine Zahl, die in Zukunft stark ansteigen wird.



Debatte: Dienstag, den 28. April

Abstimmung: Dienstag, den 28. April

Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren), Einigung in zweiter Lesung

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