Abstimmung über Klonverbot von Nutztieren 

Am Dienstag stimmt das Parlament über ein Klonverbot von Nutztieren ab. Auch die Verwendung der Nachkommen geklonter Tiere sowie von Produkten, die von ihnen stammen, sollen verboten werden, wie auch die Einfuhr solcher Tiere und Produkte. Die Abgeordneten haben den ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission verschärft und dabei auf die hohen Sterblichkeitsraten in allen Entwicklungsphasen des Klonprozesses sowie auf das Tierwohl und auf ethische Bedenken hingewiesen.

Da in bestimmten Drittländern das Klonen bei der Erzeugung von Tieren zu landwirtschaftlichen Zwecken bereits eingesetzt wird, würde das Gesetz die Einfuhr von Tieren, ihrem Zuchtmaterial sowie Lebens- und Futtermittel tierischen Ursprungs aus Drittländern verbieten, es sei denn, die entsprechenden Einfuhrbescheinigungen zeigen, dass es sich nicht um Klontiere oder deren Nachkommen handelt.

 

Hohe Sterblichkeitsraten in allen Entwicklungsphasen


Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in ihrer Stellungnahme aus dem Jahr 2008 festgestellt, dass "die Gesundheit und das Wohlergehen eines bedeutenden Anteils der Klone ... beeinträchtigt [waren], und zwar oftmals schwerwiegend und mit tödlichem Ausgang". Dies sei einer der Gründe für die geringe Effizienz der Technik, die 6-15% bei Rindern und 6% bei Schweinen betrage. Außerdem führen Anomalien der Klone und außergewöhnlich große Nachkommen der ersten Filialgeneration zu schwierigen Geburten und neonatalen Todesfällen.


EU-Bürger gegen Klonen


Die Abgeordneten führen Ergebnisse der Verbraucherforschung an, nach denen EU-Bürger mehrheitlich das Klonen für landwirtschaftliche Zwecke unter anderem wegen des Tierwohls sowie allgemeiner ethischer Bedenken missbilligen. Laut den Ergebnissen sind die meisten Verbraucher strikt gegen den Verzehr von Lebensmitteln, die von Klontieren und deren Nachkommen stammen.



Debatte: Dienstag, den 8. September

Abstimmung: Dienstag, den 8. September

Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren), erste Lesung

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