Abstimmung über strengeres Handelsverbot für Robbenerzeugnisse 

Am Dienstag stimmen die Abgeordneten über eine Verringerung der Ausnahmen vom Handelsverbot für Robbenerzeugnisse ab. Im Juni haben sich Parlament und Rat darauf geeinigt, den Inuit den Verkauf von Robbenprodukten zu gestatten, da die Jagd auf diese Tiere fester Bestandteil ihrer Kultur und Identität ist. Allerdings wurde die Ausnahme gestrichen, die den Handel mit Robbenerzeugnissen erlaubt, die aus der Jagd zum Schutz von Fischbeständen stammen.

Die EU hat den Handel mit Robbenprodukten wie zum Beispiel Robbenfellmäntel, Handschuhen, Taschen oder Robbenfleisch 2009 wegen Tierschutzbedenken verboten. Dies wurde jedoch durch die Welthandelsorganisation (WTO) angefochten. Im Juni 2014 urteilte die WTO, dass das Handelsverbot aus ethischen Gründen (Tierwohl) gerechtfertigt werden kann, forderte aber eine Klarstellung der gewährten Ausnahmen.



Debatte: Montag, den 7 September

Abstimmung: Dienstag, den 8 September


Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren), Einigung in erster Lesung


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