Nord Stream: Debatte zu geplanter Erweiterung der deutsch-russischen Erdgasleitung 

Gazprom und verschiedene europäische Energiefirmen haben vor kurzem angekündigt, die Kapazität der deutsch-russischen Erdgasleitung Nord Stream verdoppeln zu wollen. Einige Abgeordnete befürchten, dies könnte die Abhängigkeit von Russland verstärken, die Ukraine schwächen und Konsequenzen für jene EU-Länder haben, die von der Pipeline umgangen werden. Am Mittwochabend findet zu dem Thema eine Debatte mit Vertretern der luxemburgischen Ratspräsidentschaft und der Kommission statt.

In einer parlamentarischen Anfrage verschiedener Fraktionen äußern die Abgeordneten Befürchtungen, dass die Pläne, die vom russischen Energieunternehmen Gazprom und den europäischen Firmen E.ON, Shell, OMV, BASF/Wintershall und ENGIE veröffentlicht wurden, die Abhängigkeit der EU von Russland verstärken und die politischen, sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Interessen von Estland, Lettland, Litauen, Polen und anderen EU-Staaten schädigen könnten, die von der Pipeline umgangen werden. Die Abgeordneten befürchten ebenfalls, dass die Ukraine noch stärker gefährdet wird, wenn sie ihre strategische Rolle als Transitland auf der Transitroute zwischen EU und Russland verlieren würde. Die Nord Stream Erdgasleitung verläuft zwischen der russischen Ostseeküste bei Vyborg und der deutschen Ostseeküste nahe Greifswald.



Debatte: Mittwoch, den 7. Oktober

Verfahren: Erklärungen von Rat und Kommission mit anschließender Debatte

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