Parlament stimmt über besseren Schutz für traditionelles Know-how ab 

"Schwarzwälder Schinken", "Nürnberger Bratwürste" und andere, regionaltypische landwirtschaftliche Spezialitäten sind in der EU bereits einheitlich durch die geschützten geografischen Herkunftsangaben abgedeckt. Am Dienstag stimmt das Parlament über eine Entschließung ab, die fordert, diesen Schutz auch auf nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse wie Meissner Porzellan oder Kölnisch Wasser auszudehnen. Der Textentwurf ruft die Kommission dazu auf, unverzüglich einen Gesetzesvorschlag vorzulegen.

Der Entschließungsentwurf fordert einen EU-weiten Schutz geografischer Angaben für nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse wie zum Beispiel böhmisches Kristallglas, schottische Karostoffe oder Carrara-Marmor, damit, laut Text des Entwurfs, „die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen des Schutzes der Einzigartigkeit und Qualität dieser Erzeugnisse umfassend genutzt werden können, den Verbrauchern verlässliche Informationen über Ort und Methode der Herstellung an die Hand gegeben werden und das Know-how und die Arbeitsplätze im Zusammenhang mit diesen Erzeugnissen erhalten bleiben". So kann auch ein Beitrag zur Bekämpfung der Produktfälschung und anderer unfairer Praktiken geleistet werden, steht weiter in dem Text.


 

Debatte: Montag, den 5. Oktober

Abstimmung: Dienstag, den 6. Oktober

Verfahren: Nichtlegislative Entschließung

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