Pauschalreisen: Neue EU-Regeln gelten auch für Online-Buchungen  

Pauschalreisende können sich bald auf einheitlichere europäische Regeln verlassen - egal, ob sie ihren Urlaub im Reisebüro buchen oder im Internet selbst zusammenstellen, wenn das Parlament am Dienstag neue Vorschriften annimmt. Der für die Verbraucher bei herkömmlichen Pauschalreisen geltende Schutz soll auf insbesondere online verkaufte Reisebausteine ausgeweitet werden. Anbieter solcher Reisen müssten ihre Kunden gut verständlich über ihre Rechte und über Preise und Zusatzkosten informieren.

Die neue Richtlinie, auf deren Text sich Rat und Parlament bereits geeinigt haben, erneuert die seit 1990 geltenden EU-Vorschriften zu Pauschalreisen. Seit dieser Zeit haben Billigflieger und Internet-Reiseangebote im digitalen Zeitalter die Buchungsgewohnheiten grundlegend verändert. Nach Angaben der EU-Kommission könnten durch die neuen Regeln 120 Millionen zusätzliche Verbraucher, die ihre Reisen lieber online kaufen, in den Genuss eines besseren Verbraucherschutzes kommen, der bisher nur für herkömmliche Pauschalreisen gilt.


Die Neufassung der Vorschriften erweitert die Definition des Begriffes „Pauschalreise“, so dass nun auch die meisten online gebuchten Reisebestandteile wie Flüge, Hotelangebote oder Mietwagen eingeschlossen sind, um den Urlauber im Problemfall besser zu schützen.



Debatte: Montag, den 26. Oktober

Abstimmung: Dienstag, den 27. Oktober


Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren), Einigung in

zweiter Lesung


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