EU-weite Jobdatenbank für besseren Abgleich von Stellenangeboten und -gesuchen 

Das Europäische Beschäftigungsnetz EURES soll um eine EU-weite Datenbank mit Stellengesuchen und Lebensläufen erweitert werden. Dies steht am Mittwoch zur Debatte und am Donnerstag zur Abstimmung. Ziel ist, die Arbeitslosigkeit durch einen besseren Abgleich von Stellenangeboten und -gesuchen zu bekämpfen. Die überarbeiteten Vorschriften, bereits mit dem Rat vereinbart, sollen ebenfalls die Rolle der Sozialpartner stärken und Grenzregionen sowie junge Menschen besser unterstützen.

Über das Online-Portal des Kooperationsnetzes sollen automatisch Lebensläufe mit passenden Jobangeboten verbunden werden. Es ist ebenfalls geplant, die Stellenangebote der Arbeitsämter in den Mitgliedstaaten in die EU-weite Datenbank aufzunehmen.


Der automatisierte Abgleich von Stellenangeboten und Arbeitsgesuchen muss für die Arbeitnehmer kostenfrei sein, und es darf nicht auf der Grundlage der Staatsangehörigkeit, insbesondere in Bezug auf Entlohnung und Arbeitsbedingungen, diskriminiert werden. Menschen mit Behinderungen müssen Zugang zu den auf dem EURES-Portal bereitgestellten Informationen haben.


Das Verhandlungsteam des Parlaments unter Heinz K. Becker (EVP, AT) konnte eine Erweiterung des Mitgliederkreises des EURES-Netzes um private Organisationen durchsetzen, sofern diese Unterstützungsleistungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber anbieten, sowie die Stärkung der Arbeitsmärkte in Grenzregionen.



Hintergrundinformationen

 

EURES wurde 1993 als Kooperationsnetz eingerichtet, an dem sich die Europäische Kommission und die öffentlichen Arbeitsverwaltungen der EWR-Mitgliedstaaten (EU-Mitgliedstaaten plus Norwegen, Island und Liechtenstein) sowie weitere Partnerorganisationen wie private Arbeitsvermittlungen, Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen beteiligen.

 

Bisher wurden einige grundlegende Mängel bei EURES festgestellt, darunter ein unvollständiger Pool an Stellen und Lebensläufen, begrenzte Abgleichungsfähigkeit des EURES-Portals und ein ineffizienter Informationsaustausch zwischen Mitgliedstaaten über Arbeitskräftemangel und -überschuss. Nur etwa 7,5 Millionen der europäischen Erwerbstätigen (also 3,1%) sind in einem anderen Mitgliedstaat wirtschaftlich aktiv (ohne Grenzgänger).



Debatte:   Mittwoch, den 24. Februar

Abstimmung:   Donnerstag, den 25. Februar

Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren), Einigung in erster Lesung

#employment #EURES