Abgeordnete wollen Verzicht auf Palmöl in Biodiesel ab 2020 fordern 

Die EU sollte härter gegen schädliche Umweltauswirkungen der nicht nachhaltigen Palmölproduktion vorgehen, wie z.B. die Abholzung wertvoller Urwälder und den Verlust von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere vor allem in Südostasien, fordern die Abgeordneten in einer Entschließung, die am Dienstag zur Abstimmung steht. Ab 2020 soll in der EU verkaufter Biokraftstoff keine Pflanzenöle mehr enthalten, deren Herstellung Waldschädigung verursacht, so die Resolution.

Ebenfalls solle eine einheitliche Zertifizierungsregelung für in die EU eingeführtes Palmöl eingeführt werden.


Die Abgeordneten stellen mit Besorgnis fest, dass 46% des gesamten von der EU eingeführten Palmöls zur Herstellung von Biodiesel verwendet wird, was mit der Nutzung einer Fläche von etwa einer Million Hektar in den Tropen einhergeht. Sie fordern die Kommission auf, Maßnahmen für den schrittweisen Ausstieg – vorzugsweise bis 2020 – aus landwirtschaftlich gewonnenen Biokraftstoffen zu treffen, wie Biodiesel aus Palmöl, die eine Triebfeder für Entwaldung sind.


Hintergrundinformationen

 

Im Entschließungsentwurf weisen die Abgeordneten auf „besorgniserregende Berichte“ hin, laut denen bei einem großen Teil der weltweiten Palmölproduktion die grundlegenden Menschenrechte verletzt und angemessene Sozialstandards nicht eingehalten werden. Es komme dabei häufig Kinderarbeit zum Einsatz, und es gebe zahlreiche Landkonflikte zwischen örtlichen und indigenen Gemeinschaften und Inhabern von Palmölkonzessionen.



Debatte:  Montag, den 3. April

Abstimmung:  Dienstag, den 4. April


Verfahren:  Nichtlegislative Entschließung

 

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