Luftverkehrsemissionen: Interkontinentalflüge weiter vom EHS befreit? 

In Erwartung eines weltweiten Mechanismus zur Reduzierung der CO2-Emissionen im internationalen Luftverkehr werden die Abgeordneten voraussichtlich am Mittwoch dafür stimmen, Interkontinentalflüge weiter vom EU-Emissionshandelssystem (EHS) auszunehmen. Airlines müssen demnach weiterhin nicht für ihre auf solchen Flügen verursachten Emissionen zahlen.

Die Abgeordneten bestehen jedoch darauf, die Ausnahmeregelung am 31. Dezember zu beenden. Ab 2021 sollte der Luftverkehrssektor nur 50% seiner EHS-Zertifikate umsonst bekommen, so die Abgeordneten. Heute sind es 85%.


Der Umweltausschuss des EP fordert auch, dass EU-Mitgliedstaaten die Einkünfte aus den Versteigerungen der EHS-Zertifikate für Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels verwenden.


Hintergrundinformationen


Der Luftverkehr zeichnet für 2,1% aller CO2-Emissionen weltweit verantwortlich, wobei 1,3% der Gesamtemissionen internationalen Flügen zuzuschreiben sind. Schätzungen zufolge werden die Emissionen aus dem Luftverkehr bis 2050 im Vergleich zu 1990 auf das Sieben- bis Zehnfache steigen, nach Angaben der Generalversammlung der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO). In der EU beläuft sich der Anteil des CO2-Ausstosses aus dem Luftverkehr auf ungefähr 3% der Gesamtemissionen.



Debatte: Montag, den 11. September

Abstimmung:  Mittwoch, den 13. September

Verfahren:  Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren)


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