Eier-Skandal: Schneller vor Lebensmittelrisiken warnen 

Am Dienstagmorgen steht eine Debatte mit Rat und Kommission über den Skandal um mit Fipronil belastete Eier, von dem fast alle EU-Länder betroffen sind, auf der Plenar-Tagesordnung. Unter anderem wird es um die Verbesserung des EU-Schnellwarnsystems gehen.

Die Abgeordneten werden Rat und Kommission zu den bisher getroffenen Maßnahmen zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit befragen und erörtern, wie das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel verbessert und das Vertrauen der Verbraucher in Eiprodukte wiederhergestellt werden kann.


Am 31. August hat der bereits Agrarausschuss des Parlaments die Kommission zum Eier-Skandal angehört. Viele Mitglieder unterstrichen während der Debatte, dass die EU den Informationsaustausch über Risiken für die Lebensmittelsicherheit beschleunigen und schärfere Strafen für Betrüger beschließen muss.


Hintergrundinformationen


Fipronil, ein Insektizid, das unter anderem zur Vernichtung von Fliegen und Motten genutzt wird, ist von der Weltgesundheitsorganisation als „moderat gefährlich“ eingestuft. In der EU ist dessen Verwendung bei allen zur Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren untersagt.


Ein erster Bericht über die illegale Verwendung von Fipronil in Geflügelfarmen erschien am 20. Juli im EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel. Die meisten dieser Farmen befinden sich in den Niederlanden und in Belgien. Millionen Hühnereier wurden bereits in der EU vom Markt genommen.



Debatte: Dienstag, den 12. September

Verfahren: Erklärungen von Rat und Kommission (ohne Entschließung)


#fipronil