Bekämpfung des grenzüberschreitenden Mehrwertsteuerbetrugs  

Am Mittwoch stehen die Kommissionspläne zur Bekämpfung des Mehrwertsteuerbetrugs auf der Tagesordnung. Eine Reform könnte zusätzliche Steuereinnahmen von 40 Mrd. Euro pro Jahr bringen.

Die Abgeordneten werden sich mit dem „Maßnahmenpaket faire Besteuerung II" befassen, das die Kommission im Plenum vorstellen wird. Das Paket ist Teil weitreichender Reformen, die auf die Vereinfachung und Modernisierung der Mehrwertsteuer-Vorschriften in der gesamten EU abzielen. Zu weiteren Maßnahmen dürften ein einfacheres Mehrwertsteuersystem für kleine Unternehmen und eine Überarbeitung der Vorschriften über die Mehrwertsteuersätze gehören.


Die Kommission schätzt, dass die EU-Mitgliedstaaten durch grenzüberschreitenden Mehrwertsteuerbetrug jährlich rund 50 Mrd. Euro einbüßen. Dieser Betrug könnte durch die vorgeschlagenen Reformen um bis zu 80% verringert werden.


Günstigere und schnellere grenzüberschreitende Mehrwertsteuerzahlungen


Im Rahmen umfassender Reformen für ein strafferes europäisches Mehrwertsteuersystem werden die Abgeordneten am Donnerstag darüber abstimmen, ob die Nutzung eines Online-Portals für Unternehmen auch zur Begleichung der Mehrwertsteuer dienen kann. Das KEA-System („kleine einzige Anlaufstelle“ oder "Mini One-Stop-Shop") – ein elektronisches Registrierungs- und Zahlungssystem, das ursprünglich im Jahr 2015 eingeführt wurde – würde die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften für Unternehmen senken, die Waren und Dienstleistungen europaweit anbieten, und gleichzeitig die Mehrwertsteuereinnahmen der Mitgliedstaaten erhöhen – wenn die Erwartungen sich erfüllen. 



Debatte:  Mittwoch, den 29. November

Abstimmung: Donnerstag, den 30. November


Verfahren:  Erklärung der EU-Kommission; Konsultationsverfahren


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