Ärmste Regionen der EU: "Ehrgeizige" Finanzierung, maßgeschneiderte Strategien 

Projekte, die den Zusammenhalt zwischen den EU-Regionen stärken, müssen eine Priorität bleiben und angemessen finanziert werden, trotz des Drucks auf den EU-Haushalt. So steht es im Entwurf einer Entschließung, die am Donnerstag zur Abstimmung steht.

Die Mitglieder des Ausschusses für regionale Entwicklung betonen, dass Kürzungen bei den Investitionen der öffentlichen Hand in den Mitgliedstaaten den Regionen mit niedrigem Einkommen und niedrigem Wachstum schaden, denn sie leiden bereits unter den negativen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise.


Neben der vorrangigen Finanzierung durch die EU brauchen diese Regionen maßgeschneiderte Strategien, um Investitionslücken zu schließen und ihren Bevölkerungen dynamische Perspektiven zu bieten.


Über den Entschließungsentwurf wird am Donnerstag im Plenum abgestimmt.


Hintergrundinformationen


Die EU-Kommission hat im April 2017 einen Bericht zum Thema "Wettbewerbsfähigkeit in Regionen mit niedrigem Einkommen und niedrigem Wachstum" vorgelegt. Im Mittelpunkt standen 47 Regionen in acht Mitgliedstaaten, die strukturschwach sind: "Regionen mit niedrigem Wachstum" mit einem BIP nahe dem EU-Durchschnitt, aber niedrigen Wachstumsraten (in Italien, Spanien, Griechenland und Portugal) und "Regionen mit niedrigem Einkommen" mit niedrigem BIP, aber ermutigenden Wachstumstrends (in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Polen).


Etwa jeder sechste EU-Bürger lebt in einer strukturschwachen Region (83 Millionen Einwohner), von denen 32 Millionen in Regionen mit niedrigem Einkommen und 51 Millionen in Regionen mit niedrigem Wachstum leben.



Debatte: Donnerstag, den 15. März 

Abstimmung:  Donnerstag, den 15. März 

Verfahren:  Nichtlegislative Entschließung

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