Qualität von Lebensmitteln: Parlament will doppelte Standards verurteilen 

Ein Produkt, das unter der gleichen Marke und Verpackung verkauft wird, sollte EU-weit die gleiche Zusammensetzung haben, um die Verbraucher nicht irrezuführen

Dies wollen die Abgeordneten am Donnerstag in einer Debatte und einer Entschließung unterstreichen.

Tests und Untersuchungen in mehreren EU-Mitgliedstaaten, vor allem in Mittel- und Osteuropa, haben ergeben, dass sich Produkte, die unter dem gleichen Markennamen und mit offensichtlich identischer Verpackung beworben und vertrieben werden, in der Tat in der Zusammensetzung und den verwendeten Zutaten zum Schaden der Verbraucher unterscheiden.

Diese Unterschiede wurden nicht nur bei Nahrungsmitteln wie Fischstäbchen, Fertigsuppen, Kaffee und Erfrischungsgetränken festgestellt, sondern häufig auch bei Non-Food-Produkten wie Waschmitteln, Kosmetika, Toilettenartikeln und Produkten für Babys.

Wenn ein Unternehmen, das ein Produkt, das sich in bestimmten Eigenschaften unterscheidet, in mehreren Mitgliedstaaten in Verkehr bringen möchte, darf es dieses Produkt nicht mit offensichtlich identischer Etikettierung und Markenkennzeichnung versehen, heißt es im Textentwurf. Wenn ein Hersteller ein Produkt individuell gestalten möchte, hat der Verbraucher das Recht, für jedes einzelne Produkt über eine solche Anpassung eindeutig informiert zu werden.

Die Abgeordneten empfehlen mehrere Maßnahmen auf EU- und nationaler Ebene, um das Problem der unterschiedlichen Qualitätsstandards bei Lebensmitteln anzugehen, einschließlich einer raschen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und eines ebensolchen Datenaustauschs, vergleichender Tests, einer besseren Durchsetzung und einer klareren Aktualisierung der Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken, die von der Kommission im April 2018 vorgeschlagen wurde.

Debatte: Donnerstag, den 13. September

Abstimmung: Donnerstag, den 13. September

Verfahren: Nichtlegislative Entschließung