Strengere Klimaziele für Autos bis 2030 

Am Mittwoch stimmt das Parlament über ein neues Gesetz ab, mit dem der CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen gesenkt und der Marktanteil von emissionsfreien und armen Fahrzeugen erhöht werden soll.

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments schlägt vor, ein höheres Ziel von 45% für die Reduzierung der EU-weiten Emissionen von Neuwagen bis 2030 festzulegen (im Vergleich zu dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Ziel von 30%, Referenzjahr 2020) und bis 2025 ein Zwischenziel von 20% festzulegen. Für leichte Nutzfahrzeugen sollen ähnliche Ziele gelten.

Die Automobilhersteller müssten auch sicherstellen, dass der Anteil von batteriebetriebenen und Fahrzeugen mit alternativem Antrieb – die weniger als 50g CO2 pro Kilometer ausstoßen – deutlich steigt. So sollen 2025 20% aller Neuzulassungen in diese Kategorie fallen und 2030 40%.

Hintergrundinformationen

Der Verkehrssektor ist der einzige große Wirtschaftssektor in der EU, in dem die Treibhausgasemissionen weiterhin steigen, so der Text. Um die Verpflichtungen einhalten zu können, die die EU auf der 21. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) 2015 in Paris eingegangen ist, muss die Dekarbonisierung des Verkehrssektors beschleunigt werden, und die Treibhausgasemissionen dieses Sektors müssen bis Mitte des Jahrhunderts eine klare Tendenz Richtung null aufweisen.

Gleichzeitig verändert sich die globale Automobilbranche durch Innovationen bei elektrischen Antriebssystemen rasant. Wenn sich die europäischen Automobilhersteller erst spät an der notwendigen Energiewende beteiligen, laufen sie Gefahr, ihre führende Rolle zu verlieren, heißt es im Bericht.

Debatte: Dienstag, den 2. Oktober

Abstimmung: Mittwoch, den 3. Oktober

Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren)

Pressekonferenz: Mittwoch, den 3. Oktober, 15:00 Uhr