Humanitäre Hilfe im Mittelmeerraum 

Die Aktionen der Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer und die unterschiedlichen Standpunkte der EU-Länder sind am Mittwoch Thema einer Plenardebatte mit Rat und Kommission.

Trotz eines deutlichen Rückgangs der Gesamtzahlen versuchen Migranten und Asylbewerber weiterhin, über das Mittelmeer nach Europa einzureisen. Bislang sind in diesem Jahr 682 Menschen gestorben oder werden vermisst, so die Internationale Organisation für Migration (IOM). Der jüngste Schiffbruch ereignete sich am 3. Juli, als 83 Menschen vor der Küste Tunesiens ertranken. Es war der Vorfall mit den zweitmeisten Todesopfern dieser Art im Jahr 2019.

Einige Tage zuvor wurde Carola Rackete, Kapitänin der Sea Watch 3, in Italien verhaftet, nachdem sie mit dem Schiff ohne die Erlaubnis der italienischen Behörden in den Hafen von Lampedusa eingelaufen war, um mehr als 40 Menschen an Land gehen zu lassen, die mit dem Schiff gerettet wurden. Die italienische Regierung hat wiederholt erklärt, dass die Häfen des Landes für Such- und Rettungsboote gesperrt sind.

Tausende von Migranten werden in Libyen in Auffanglagern festgehalten und geraten bei Kämpfen in die Schusslinie, insbesondere nahe der Hauptstadt Tripolis. Vergangene Woche starben mehr als 60 Menschen bei einem Luftangriff gegen das Lager Tajoura.


Debatte: Mittwoch, den 17. Juli

Verfahren: Erklärungen von Rat und Kommission mit anschließender Debatte, ohne Entschließung