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One year has passed since the nuclear disaster in Fukushima. The EU has ordered all EU nuclear plants to be stress tested - but is it enough? Some Members want...(read more) Facebook
Destiny's Child - Independent Women Part I Happy international women's day, all you independent women out there! To celebrate, we've arranged a chat with the chair of the Committee on Women's Rights....(read more) Facebook Wussten Sie, dass Frauen in Europa weniger als 14 Prozent der Botschafter, neun Prozent der Universitätsrektoren, drei Prozent der Chefs großer Unternehmen und zwei Prozent der Minister ausmachen? Sie verdienen pro Stunde im Durchschnitt zwei Euro weniger als ihre männlichen Kollegen und arbeiten neben dem Beruf noch 13 Stunden mehr zu Hause als Männer. Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) sammelt und analysiert solche Fakten.
Das Institut nahm seine Arbeit 2009 auf und wurde im Juni 2010 zu einer unabhängigen Organisation, es hat seinen Sitz in der litauischen Hauptstadt Vilnius. EIGE stellt Informationen zusammen über Stereotype, ungleiche Bezahlung, Gewalt und die "Gläserne Decke" (ein Erklärungsmodell für begrenzte Aufstiegschancen von Frauen in Unternehmen). Dafür entwickelt das Institut spezielle Methoden, um vergleichbare Daten erarbeiten zu können. So will EIGE ein Bewusstsein für die Geschlechterproblematik schaffen, einen Dialog verschiedener Interessensgruppen starten und Lösungen auf der Grundlage positiver Beispiele aufzeigen. Für 2010 wird EIGE seinen ersten Jahresbericht vorlegen.
Ungleichheit hat einen hohen Preis
"Wir haben nicht noch einmal 100 Jahre Zeit. Europa kann es sich nicht leisten, mit der existierenden Geschlechterungleichheit zu leben", betont EIGE-Direktorin Virginija Langbakk, die Mitte März im Gleichstellungsausschuss des EU-Parlaments sprach. EIGE hat Daten gesammelt, die belegen, dass jedes Jahr in Europa tausende Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern umgebracht werden. Die Kosten häuslicher Gewalt in der EU beliefen sich 2006 auf 16 Milliarden Euro. Am Internationalen Frauentag präsentierte das Institut 100 Fakten, die die Ungleichheit der Geschlechter und Diskriminierung von Frauen eindrücklich vor Augen führen.
Ungleichheiten abbauen
Langbakk sagt, sie sei froh, nicht vor 100 Jahren geboren worden zu sein. Damit spielt sie sowohl auf positive Veränderungen in der Zwischenzeit als auch auf die Möglichkeit an, mittlerweile die tatsächliche Situation in den EU-Staaten durch zuverlässige Informationen bewerten und vergleichen zu können.
EIGE arbeitet an zahlreichen Studien: zu Frauen in der Wirtschaft, Frauen und Umwelt, Frauen und Menschenrechte, Frauen und Medien, zu Stereotypen und Rollenverständnissen und an Handlungsempfehlungen, wie Frauen am besten vor Gewalt geschützt werden können.
Außerdem wird das Institut einen Index zur Geschlechtergleichheit entwickeln, der Fortschritte in der Geschlechtergleichheit innerhalb der EU bewerten soll. Daneben soll ein Dokumentationszentrum aufgebaut werden. Das Institut setzt auf Dialog mit den Bürgern: Das EIGE-Logo wurde in einem EU-weiten Wettbewerb ausgewählt, der Entwurf eines französischen Grundschullehrers gewann. Den Kontakt mit den Bürgern will das Institut halten, indem es dazu aufruft, Kandidaten für seinen Jahreskalender "Frauen, die Europa inspirieren" vorzuschlagen und positive Vorbilder erfolgreicher Frauen in sozialen Netzwerken zu verbreiten.