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Destiny's Child - Independent Women Part I Happy international women's day, all you independent women out there! To celebrate, we've arranged a chat with the chair of the Committee on Women's Rights....(read more) Facebook Michelle Bachelet, Ex-Präsidentin Chiles und Leiterin der UN-Frauen-Organisation UN Women, besuchte das EU-Parlament letzte Woche. Sie sprach vor dem Gleichstellungsausschuss über Rolle und Aufgaben ihrer Organisation und traf EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek. Sie redete mit uns über Hindernisse für Gleichberechtigung, den Einfluss von Frauen in der Politik und ihre Rolle in den arabischen Revolutionen und ihre persönlichen Erfahrungen als chilenische Präsidentin.
Was sind heute die Haupthindernisse für die Gleichberechtigung der Geschlechter?
Frauen fehlt es an Macht. Deshalb ist die Kernaufgabe, ihnen mehr Macht zu geben. Dann können ihre Stimmen gehört werden durch politische Teilhabe, wenn sie zu Akteuren im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozess ihrer Länder werden. So können wir ihr Potential stärken als Arbeiterinnen mit Rechten, als Klein- oder Mittelstandsunternehmerinnen mit Zugriff auf Kredite oder im Fall von Bäuerinnen auf Land, oder in verantwortlichen Positionen in der Privatwirtschaft.
Wenn es mehr Frauen in Führungspositionen gibt, dringen die Probleme von Frauen in eine besondere Dimension vor. Genauso ändert sich die Politik und es kommt zu Verbesserungen, wenn Frauen in der Politik sind. Daher ist es so wichtig, Frauen und Männer dort zu haben.
Eine weitere Hürde für Gleichheit ist Gewalt gegen Frauen. Das ist eine allgegenwärtige Seuche, die sich durch alle gesellschaftlichen Schichten, ethnischen Gruppen und Religionen zieht. Darum ist es entscheidend, dieses Problem zu lösen. Wir werden auch weiterhin mit der EU in dieser Sache zusammenarbeiten.
Sicherzustellen, dass Frauen und ihre Sorgen und Probleme in oder nach Konflikten beachtet werden, ist das nächste Haupthindernis. Oder wie Frauen geholfen werden kann, die Gewalt, Beschneidung oder Verstümmelung erlitten haben. Die Gesellschaft muss begreifen, dass es sich um ein Problem aller handelt, nicht nur um ein Problem der Frauen.
Wie nehmen Sie die Rolle der Frauen in den arabischen Revolutionen wahr?
Ich war gerade in Ägypten. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass die Präsenz von Frauen auf dem Tahrir-Platz, wo junge Männer und Frauen für mehr Demokratie gekämpft haben, nicht vergessen wird. Diese Präsenz, Teilnahme und Perspektive darf nicht verschwinden. Frauen nehmen auch an dem Prozess teil, eine demokratischere Gesellschaft zu entwerfen und aufzubauen. In Demokratien geht es nicht nur um Wählen, sondern auch um Integration, Pluralismus und Vielfalt. Ich denke, jetzt gibt es eine riesige Chance für Frauen, auch wenn viel Hilfe dabei notwendig ist.
Sie sind ein Beispiel für eine Frau an der Spitze. Mussten Sie dafür viele geschlechtsbedingte Hürden in ihrer Karriere überwinden?
Ich hatte sehr viel Glück, aus einer Familie zu kommen, die immer verstanden hat, dass Frauen dieselben Rechte wie Männer haben. Meine Familie hat mich immer unterstützt und mir den Ansporn gegeben, meine Träume wahrzumachen. Deshalb habe ich die Welt nicht als eingeschränkt für Frauen wahrgenommen. Im Gegenteil: Wenn jemand hart arbeitet, all seine Intelligenz, Leidenschaft und sein Können für Werte und Dinge einsetzt, an die er glaubt, kann er seine Träume erreichen.
In Wahrheit hatte ich nie vor, Präsidentin von Chile zu werden, aber mein Engagement für andere hat mich dazu bewegt, eine politische Laufbahn einzuschlagen. Ich wurde Gesundheitsministerin, dann Verteidigungsministerin. Mein Land sah mich als eine mögliche Präsidentin. Ich sage das, weil die Botschaft wichtig ist: Oft sind Frauen unsichtbar in Bereichen, die mit Macht verbunden sind, sondern eher in anderen Bereichen. Damit geht das symbolische Bild von Frauen, die mit Macht in Verbindung stehen, verloren.
Es gibt immer Hürden und Menschen, die Dinge so lassen wollen, wie sie sind. Auch als ich in der Regierung gearbeitet habe, habe ich mir meine weiblichen Eigenschaften bewahrt. Am Anfang haben manche Leute nicht verstanden, dass ich damit für einen anderen Führungsstil stand. Hindernisse gibt es immer. Wichtig ist, dass Frauen die Gelegenheit bekommen zu zeigen, dass sie erfolgreich sein können.