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EU-Abgeordneten und AKP-Parlamentarier beraten über Entwicklungshilfe

Außenbeziehungen 18-11-2011 - 14:20
 
 
Teilnehmer der vergangenen AKP-EU-Parlamentssitzung  ©BELGA/AFP/A.KISBENEDEK   Teilnehmer der vergangenen AKP-EU-Parlamentssitzung ©BELGA/AFP/A.KISBENEDEK

Vom 19. - 23. November treffen sich Abgeordnete aus afrikanischen, karibischen und pazifischen Ländern mit ihren EU-Kollegen in Togo um über Entwicklungspolitik zu diskutieren. Zu den Themen zählen unter anderem die Auswirkungen der Schuldenkrise auf die Entwicklungspolitik, die Konsequenzen des arabischen Frühlings, die Nahrungsmittelkrise am Horn von Afrika und die Reform des Stabilitäts- und Währungspaktes.


Weltweite Schuldenkrise


Die Wirtschaftskrise verursacht weltweit Probleme. Rund ein Drittel der AKP-Staaten leiden unter hohen Staatsschulden, obwohl die internationale Gemeinschaft bereits Ende letzten Jahres Schulden im Wert von 72 Milliarden Euro erlassen hat.


Die Delegierten werden über Lösungen des Schuldenproblems beraten, etwa ein weiterer Schuldenerlass, Umschuldung oder Schuldentilgung. Die EU-Abgeordneten wollen, dass Gelder, die durch einen Schuldenerlass frei werden, für Sozialausgaben verwendet werden, etwa im Bildungs- und Gesundheitswesen.

Integration von Menschen mit Behinderungen

Beraten wird auch über die sozialen und wirtschaftlichen Kosten von Behinderungen. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation ILO kosten Behinderungen rund 3-7% des afrikanischen Bruttoinlandsproduktes. Armut steigert die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung, doch gerade in Entwicklungsländern ist das Leben für Menschen mit einer Behinderung sehr hart.


Da es wesentlich günstiger, Arbeitsplätze für behinderte Menschen zu schaffen als diese auszugrenzen, wollen sich die Abgeordneten vor allem auf positive Diskriminierung, den Kampf gegen Vorurteile und bessere Integration konzentrieren.


Zu den AKP-Ländern gehören insgesamt 78 Staaten, die im Jahre 2000 das Cotonou-Abkommen über die Entwicklungszusammenarbeit  zwischen AKP-Staaten und der EU unterzeichneten.


REF : 20111110STO31151