One in five under 25 can't find a job within the EU. Parliament wants to use unspent 82 billion euros from structural funds to create new job opportunities in...(read more) Facebook
The EU's trade deficit with China tripled in just 10 years. How do we rebalance? As a first step, Members want to establish a monitoring board to find out to...(read more) Facebook
Some Parliament members are suggesting that European politicians should show Euro 2012 in Ukraine the red card in protest over the treatment of opposition...(read more) Facebook
Strong - but not invulnerable. Despite an impressive 4 metres and 600kg, the blue fin tuna is an endangered species. And why? Overfishing and illegal catches....(read more) Facebook Das Cotonou-Abkommen aus dem Jahre 2000 hat die Zusammenarbeit zwischen der EU und den afrikanischen, karibischen und pazifischen (AKP) Staaten deutlich verbessert. EU-Abgeordnete und ihre Kollegen aus den AKP-Staaten treffen sich seither einmal im Jahr. Der Ko-Vorsitzende der in Togo tagenden gemeinsamen Versammlung, Assarid Ag Imbarcaouane aus Mali, erklärt die Bedeutung der Finanzkrise und des arabischen Frühlings für die Kooperation.
Was sind die größten Herausforderungen für die AKP-Länder?
Es sind die gleichen Herausforderungen wie für die EU: gute Verwaltung der Ressourcen, gute Zusammenarbeit der Regierungen, so dass öffentliche Finanzen und Entwicklungsgelder unserer Partner auf transparente Art und Weise verwaltet werden.
Nehmen Sie zum Beispiel Mali. Wir haben keine natürlichen Ressourcen, kein Benzin, kein Gas, aber wir schaffen es trotzdem, unsere Beamten zu bezahlen und Infrastrukturprojekte wie Straßen, Brücken durchzuführen. Das ist gutes Management, wir versuchen unsere Finanzen gut zu verwalten.
Wenn wir die Gelder verschwenden, die wir vom Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) erhalten, werden wir niemals in der Lage sein, unsere Länder zu entwickeln.
Beeinflusst die Finanzkrise die AKP-EU-Beziehungen? Wird die Hilfe aus Europa abnehmen?
Ich glaube nicht. Die Krise ist nur vorübergehend. Kommissar Piebalgs und die Kommission haben uns zugesichert, dass die Mittel für AKP-Staaten um 30 % steigen werden, trotz allem was in Europa derzeit passiert.
Europas Reichtum ist nicht verschwunden. Europa wird nicht wegen der Spekulation einiger Banken fallen. Ich glaube fest daran, dass die Krise keinen Einfluss auf die Zusammenarbeit zwischen der EU und den AKP-Ländern haben wird.
Die Revolution in Libyen hat Angst vor einer Destabilisierung von Teilen Afrikas ausgelöst. Wie bewerten Sie den arabischen Frühling?
Nicht der arabische Frühling oder die Ereignisse in Tunesien oder Ägypten sind das Problem, sondern das was in Libyen seit der NATO-Intervention passiert.
Viele Bürger in Mali haben eine doppelte libysch-malische Staatsbürgerschaft. Nach dem Krieg wurden sie vom Nationalen Übergangsrat als Söldner deklariert und sind in den Norden Malis zurückgekehrt. Sie haben Waffen und Fahrzeuge und wir verhandeln derzeit mit ihnen, wie sie wieder in die Gesellschaft integriert werden können.
Es gibt Bedenken, weil diese jungen Leute nur ein Leben in der Armee kennen. Wir müssen Lösungen für sie finden. Wir glauben, dass uns Europa helfen wird, mit der Situation umzugehen.