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Daphne: Gewalt gegen Frauen und Kinder stoppen

Rechte der Frau/Chancengleichheit / Katastrophenschutz 03-02-2012 - 11:28
 
 
Regina Bastos über Daphne: behördlichen Aufwand reduzieren und Beantragung von Geldern vereinfachen   Regina Bastos über Daphne: behördlichen Aufwand reduzieren und Beantragung von Geldern vereinfachen

In der griechischen Mythologie erhören die Götter das Flehen der Nymphe Daphne, die vor dem Gott Apollon flieht, und verwandeln sie in einen Lorbeerbaum. Ein Mythos, der Frauen, die unter häuslicher oder sexueller Gewalt leiden, wenig Trost spenden dürfte. Hilfreicher ist das Daphne-Programm der EU, dass Frauen und Kinder vor Gewalt schützen soll. Berichterstatterin Regina Bastos aus Portugal berichtet im Interview über die Pläne des EU-Parlaments, Daphne auszubauen.


Was macht das Daphne-Programme?


Das Daphne-Programm wurde 1997 gestartet und soll Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen bekämpfen. Bisher was es war ziemlich erfolgreich, wenn man die Zahl der Menschen betrachtet, denen geholfen wurde.


Warum ist es so wichtig?


Das Daphne-Programm ist das einzige europäische Programm dieser Art. Der Kampf gegen Gewalt bleibt weiterhin eine Priorität, vor allem angesichts neuer Arten von Gewalt, etwa gegen ältere Menschen, in Kindergärten oder als virtuelle Schikanierung in sozialen Medien.


Wird das Programm fortgeführt?


Für 2014-2020 [langfristiger EU-Finanzrahmen] wird Daphne in das neue Programm "Grundrechte und Unionsbürgerschaft" integriert. Wir hätten es lieber gesehen, wäre das Programm unter dem bisherigen Namen weitergeführt worden. Aber da das nicht möglich ist, ist es wichtig, dass sich die Ziele von Daphne im neuen Programm "Grundrechte und Unionsbürgerschaft" wiederfinden und im vergleichbaren Maße finanziert werden.


Wichtig wird es auch sein, die Verbreitung des Programms in den EU-Staaten zu verbessern. Dafür muss der behördliche Aufwand und die Beantragung von Geldern vereinfacht werden. Nur so können kleine NGOs weiter eingebunden werden, denn sie sind es, die vor Ort sind und wichtig Arbeit leisten. Auch müssen wir in den Schulen, im Gesundheitswesen, den Medien, der Polizei und der Justiz mehr Aufmerksamkeit auf das Thema lenken.

REF : 20120126STO36322