One in five under 25 can't find a job within the EU. Parliament wants to use unspent 82 billion euros from structural funds to create new job opportunities in...(read more) Facebook
The EU's trade deficit with China tripled in just 10 years. How do we rebalance? As a first step, Members want to establish a monitoring board to find out to...(read more) Facebook
Some Parliament members are suggesting that European politicians should show Euro 2012 in Ukraine the red card in protest over the treatment of opposition...(read more) Facebook
Strong - but not invulnerable. Despite an impressive 4 metres and 600kg, the blue fin tuna is an endangered species. And why? Overfishing and illegal catches....(read more) Facebook
Aus alt mach neu: Radiofrequenzen sollen für neue Generation mobiler Internetnetze freigemacht werden ©Wikimedia Das EU-Parlament hat am 15. Februar neuen Regeln für die Nutzung der EU- Funkfrequenzen zugestimmt. Ab 2013 müssen die EU-Staaten mehr Frequenzen für drahtlose Breitbandnetze (mobiles Internet) zur Verfügung stellen. Die Frequenzen sind nötig, um mit der wachsenden Nachfrage nach drahtloser Datenübertragung Schritt zu halten.
Die bisherigen Mobilfunknetze platzen aus allen Nähten. Der Grund: der Erfolg des mobilen Internets. Angaben des Branchenverbandes Bitkom zufolge werden 2012 in Deutschland erstmals mehr internetfähige Smartphones als einfache Handys verkauft. Dadurch explodiert die Menge der versendeten Daten. Der Netzwerkausrüster Cisco schätzt, dass in 5 Jahren 18-mal mehr Daten über Mobilfunknetze weltweit versendetet werden als heute.
Die EU-Abgeordneten haben nun einem Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, damit Europa, lange Vorreiter in Sachen mobiler Kommunikation, im Zeitalter des mobilen Internets nichts den Anschluss verliert. Die neuen Regeln zwingen die EU-Staaten dazu, bis Anfang 2013 Frequenzen, die bisher für analoges Fernsehen genutzt wurden, für extrem leistungsfähige 4G-Netzwerke freizugeben. Die physikalischen Eigenschaften der verwendeten Frequenzen erlauben, hohe Datenmengen mit weniger Sendemasten als bisher zu versenden.
Zwar liegt die Verwaltung dieser Frequenzen in den Händen der einzelnen Staaten, EU-Gremien helfen aber bei der Koordinierung dieser nationalen Ansätze. Diese Arbeit ist ein Grund für den Erfolg des europäischen GSM-Standards, der heute von mehr als 2 Milliarden Menschen weltweit genutzt wird.
Analoges Fernsehen muss weichen
Doch vor allem der Siegeszug der Smartphones hat die Herausforderungen an die Verwaltung der Funkfrequenzen verändert. Radio, Fernseher, Mobilfunkgeräte oder GPS-Geräte nutzen seit Radiowellen seit langem zur Datenübertragung. Doch die nutzbaren Frequenzen sind begrenzt. Nur mit genauer Planung und Verwaltung der Frequenzen lassen sich Störungen bei der Datenübertragung vermeiden.
Dem von den EU-Abgeordneten verabschiedeten Programm für die Funkfrequenzpolitik (RSPP) nach, müssen die EU-Staaten bis Anfang 2013 die Nutzung der 800 MHz Frequenz für drahtlose Breitbandnetze freigeben. Derzeit wird diese Frequenz in vielen EU-Staaten noch für analoges Fernsehen verwendet.
Die Frequenz wird aber Ende 2012 frei, wenn alle Fernseher auf digitalen Empfang umschalten. Die sogenannte "digitale Dividende" soll dann für extrem schnelles mobiles Internet genutzt werden. Damit könnten die derzeitigen 3G-Netzwerke entlastet werden. Neue 4G-Mobilfunknetzwerke ermöglichen Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbps - derzeit sind Geschwindigkeiten von 7,5 Mbps Standard. Die neuen Netze sollen auch die Abdeckung in entlegenen Regionen verbessern und neue Internetdienstleistungen ermöglichen.
Weniger Sendemasten nötig
“Wir haben dafür gesorgt, dass sowohl für Abdeckung als auch für die Kapazität genügend Frequenzspektrum zur Verfügung stehen, um in der EU das schnellste mobile Breitbandnetz der Welt zu erbauen", erklärte der schwedische Christdemokrat Gunnar Hökmark, der Berichterstatter des Parlaments zum Thema.
Die 800 MHz Frequenz eignet sich besser für 4G-Netzwerke als kurzwelligere Frequenzen über 1 GHz, da sie in Gebäuden besser empfangen wird und Signale über längere Distanzen gesendet werden können. Netzwerke kommen daher mit weniger Sendeanlagen aus.
Die Zustimmung des Parlaments, hofft Berichterstatter Hökmark, werde es Europa erlauben, bei der mobilen Kommunikation wieder eine Spitzenposition einzunehmen - "mit all den Möglichkeiten, die sich daraus für Europas Telekommunikationsindustrie und neue Arbeitsplätze und Wachstum ergeben."