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Photo of the day: flags in front of the Parliament building in Strasbourg. Facebook Am Donnerstag stimmte der Transportausschuss des Europäischen Parlaments für neue Vorschriften für Fahrtenschreiber, um Betrügereien zu erschweren und den Verwaltungsaufwand zu verringern. Neue Technologien wie Satellitenortungssysteme und Fernkommunikation sollen mehr Sicherheit im Straßenverkehr gewähren.
Fahrtenschreiber sollen den Straßenverkehr sicherer machen und für fairen Wettbewerb sorgen. Zahlen der Europäischen Kommission zeigen jedoch, dass bei Stichproben fast 10 % aller kontrollierten LKW-Fahrer gegen die Regeln verstießen. Jeder vierte Regelbrecher hatte sogar seinen Fahrtenschreiber manipuliert.
Die nun vom Transportausschuss gebilligten Vorschriften müssen noch vom Plenum des Parlaments gebilligt werden. Die EU-Staaten hätten dann bis 2017 Zeit, die Regeln in nationales Recht umzusetzen. Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
automatische Aufzeichnungen der Standortdaten statt manueller Einträge
weniger Straßenkontrollen dank Fernüberwachung
Nutzung aufgezeichneter Daten durch verschiedenen Verkehrssysteme dank standardisierter Schnittstellen und Formate
weniger Betrug durch Zusammenführung von Führerschein und Fahrerkarte
Ziel ist es den Betrug mit Fahrtenschreibern erheblich zu erschweren, und gleichzeitig administrative Bürden für Spediteure abzubauen.
Mehr Informationen für Fahrer
Die rumänische Berichterstatterin Silvia-Adriana Ţicău von den Sozialdemokraten möchte zusätzlich eine Anwendung entwickeln, die die Fahrer über Lenk- und Ruhezeiten informiert. Die Fahrtenschreiber, die derzeit auf dem Markt zu finden sind, speichern Fahrtdaten, liefern den Fahrern aber keine Auswertung.
Eine europaweit einheitliche Auswertung der Daten soll außerdem dazu führen, dass Regelverstöße in allen EU-Staaten gleichermaßen geahndet werden. Zudem plant Ţicău, persönliche Daten der Fahrer besser zu schützen.
Warum Fahrtenschreiber?
Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, Arbeitsbedingungen von Fahrern zu verbessern und den Wettbewerb fairer zu gestalten, hat die EU Vorschriften über Lenk- und Ruhezeiten von Berufsfahrern festgelegt.
Um die Einhaltung dieser Regelungen zu sichern, wurden ungefähr sechs Millionen Lastwagen und Busse mit einem Fahrtenschreiber ausgestattet. Die Geräte zeichnen auf, wie viele Kilometer ein Fahrer gefahren ist und wie oft er Pausen gemacht hat. Diese Fahrtenschreiber sind für Fahrzeuge, die nach 2006 registriert wurden, verpflichtend.