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Abgeordnete fordern mehr Informationen über Lebensmittel für Kinder und Allergiker

Lebensmittelsicherheit 13-06-2012 - 17:36
 
 
Frederique Ries in ihrem Büro   Frederique Ries in ihrem Büro

Der Kauf von "speziellen" Nahrungsmitteln stellt viele Verbraucher vor Probleme. Welche Produkte eignen sich für Kleinkinder, welche für Allergiker? Am Donnerstag, dem 14. Juni, stimmt das Europäische Parlament über einen Gesetzesentwurf ab, der es Verbrauchern leichter machen soll, Nahrungsmittel für Babys und Kleinkinder sowie für medizinische Zwecke auszuwählen.


Die Kommission will die bestehende Gesetzeslage vereinfachen. Nur für Produkte, die für Babys, Kleinkinder und Kranke bestimmt sind, sollen Regelungen entwickelt werden. Das Parlament und der Rat müssen diesem Gesetzesentwurf zustimmen.


Vor der Debatte am Donnerstag befragten wir die belgische Berichterstatterin Fréderique RIES (ALDE). Sie schlägt vor, auch Glutenintoleranz und bestimmte kalorienarme Diäten einzubeziehen.


Für die Etikettierung von Produkten hat die EU bereits Regelungen eingeführt. Was sollen die neuen Maßnahmen bringen?


Es geht hier um eine sehr spezifische Gesetzgebung, die nur sehr verwundbare Gruppen betrifft; also Babys, Kinder und Kranke. Auch Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten, etwa einer Glutenallergie, sind von dem Gesetz betroffen. Diese Gruppen repräsentieren, je nach Land, zwischen ein und fünf Prozent der Bevölkerung; in Belgien zum Beispiel zwei Prozent.


Zu den betroffenen Produkten gehören nicht nur Diätkuchen oder ähnliches, sondern auch Grundnahrungsmittel für glutenfreie oder kalorienarme Diäten.


Ziel dieser Maßnahmen ist es, Kennzeichnung, Qualität und Sicherheit zu fördern, beispielsweise durch eine klare Definition der Obergrenzen für bestimmte Inhaltsstoffe wie Gluten. Wir plädieren für mehr Kohärenz und Klarheit der Gesetze. Einige der Regeln gelten seit 1977 und wurden ohne Zustimmung des Parlaments entschieden.


Sollen auch importierte Produkte unter die neuen Gesetze fallen?


Importierte Produkte müssen die gleichen Ansprüche erfüllen. Darum wurde auch die Überwachung des Marktes weiter gestärkt. Am Ende liegt es aber an den Mitgliedsstaaten, die Gesetze umzusetzen.

REF : 20120608STO46481