Mehr Energiesicherheit durch die Energieunion  

 
 

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Anhörung zur Energieunion mit Maroš Šefčovič im Umweltausschuss  

Jederzeit könnte es in der EU zu einer Unterbrechung der Energieversorgung kommen, sagte Maroš Šefčovič, Kommissionsvizepräsident für die Energieunion, während Anhörungen am Montag (26.1.) und Dienstag (27.1.) im Energie- und Umweltausschuss. Darüber hinaus könnten sich 10 Prozent der Haushalte keine richtige Heizung leisten und zu viel Energie würde verschwendet. Um diese Probleme zu lösen, tauschte sich Šefčovič mit den EU-Abgeordneten aus.

Bis Ende Februar werde der endgültige Text zur Energieunion veröffentlicht, sagte Šefčovič. Der Text würde auch Vorschläge zu den Energie- und Klimaziele der EU 2030 sowie zum Klimaabkommen, das im Dezember in Paris unterzeichnet werden soll, enthalten.


Am Ende der Sitzung sagte der polnische Abgeordnete Jerzy Buzek (EVP), dass "die Umsetzung von bereits bestehenden Gesetzen durch die Mitgliedstaaten die wichtigste Aufgabe in naher Zukunft sein werde." Die Überwachung müsse strenger werden.

 

Versorgungssicherheit

 

Der lettische EU-Abgeordnete Krišjānis Kariņš (EVP) zweifelte Russlands Verlässlichkeit bei der Erdgasversorgung an. "Wir müssen die Versorgungsrouten und -quellen breiter fächern," sagte Šefčovič und wies auf den Kaspischen Raum hin sowie die Gasentwicklung im Mittelmeerraum.


Erschwinglich Preise und Energieeffizienz


Der rumänische Abgeordnete Dan Nica (S&D) und Kateřina Konečná (GUE/NGL) aus Tschechien wollten wissen, wie die neuen Vorschläge helfen würden, die Stromrechnungen der Verbraucherzu reduzieren. Šefčovič wies auf die Energieeffizienz über Ecodesign und die Kennzeichnung von Energie hin, die auf den neuesten Stand gebracht werden müsse. Šefčovič fügte hinzu, dass die EU auch die Erneuerung von Gebäuden unterstützen könne.


Der britische Abgeordnete Roger Helmer (EFDD) zeigte sich besorgt über die hohen Energiepreise für Firmen.


Erneuerbare Energien

 

Bas Eickhout (Grüne / EFA) aus den Niederlanden sagte, dass Klimawandel und Energiesicherheit Hand in Hand gehen müssten.


Die britische Abgeordnete Julie Girling (EKR) wollte mehr über die Unterstützung der EU von erneuerbaren Energien wissen, wie zum Beispiel Gezeiten-Energie. Šefčovič meinte, dass solche Projekte vielleicht Junckers Investitionsplan eine der Finanzquellen für solche Projekte sein könne.


Der dänische EU-Abgeordnete Helveg Morten forderte die Kommission auf, sicherzustellen, dass das Parlament als Mitgesetzgeber in vollem Umfang in den Entscheidungsprozessen beteiligt ist.


Vom 5.-6. Februar reist eine fünfköpfige Delegation in die Türkei, um unter anderem die Themen Energieeffizienz und Versorgungssicherheit mit den westlichen Balkanländern und der Türkei zu diskutieren. Elmar Brok (EVP), Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, und Jerzy Buzek (EVP), Vorsitzender des Industrieausschusses, sind Teil der Delegation.