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Das EU-Parlament stimmt über ein einfacheres System der Energieeffizienzkennzeichnung ab. In unserer Infografik finden Sie Informationen zum Thema Energieeffizienz und Verbrauch.

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Infografik zum Thema Energieverbrauch und Energieeffizienz 

Wer Energie effizient nutzt, spart Kosten und trägt dazu bei, Emissionen zu verringern. Auf vielen Haushaltsgeräten wie Staubsaugern und Backöfen sowie Fernsehgeräten und Glühbirnen ist ein standardisiertes Energieetikett angebracht, auf dem Verbraucher Informationen zur Energieeffizienz ablesen können. Die EU-Abgeordneten stimmen am Dienstag (13.6.) über eine Überarbeitung der Energieeffizienzkennzeichnung ab.

Unter Energieeffizienz versteht man das "Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zu Energieeinsatz". Unter Energieeinsparungen versteht man die "eingesparte Energiemenge, die durch Messung und/oder Schätzung des Verbrauchs vor und nach der Umsetzung einer Maßnahme zur Energieeffizienzverbesserung und bei gleichzeitiger Normalisierung der den Energieverbrauch beeinflussenden äußeren Bedingungen ermittelt wird".

Energieeffizienz-Kennzeichnungsskala

Das erste Energieetikett wurde im Jahr 1994 in der EU eingeführt und war ab 1995 in Gebrauch. Es umfasste eine Skala von G (am wenigsten effizient) bis A (am effizientesten). Diese Kennzeichnungsskala wurde später bis A+++ ausgeweitet, um Verbesserungen in der Energieeffizienz der Produkte Rechnung zu tragen.

Die Einführung der Energieeffizienzklassen A+ und darüber hat jedoch die Wirksamkeit des Energieetiketts hinsichtlich der Motivation der Verbraucher, energieeffiziente Produkte zu erwerben, verringert. Der Grund liegt darin, dass die meisten Produkte und Geräte (wie zum Beispiel Waschmaschinen) einer der A-Klassen zugeordnet sind. Ein Unterschied zwischen A+ und A+++ wirkt weniger motivierend, zum energieeffizienteren Produkt zu greifen, als ein Unterschied zwischen C und A.

Das EU-Parlament stimmt nun darüber ab, die ursprüngliche "A-G"-Skala wiedereinzuführen. Gleichzeitig soll ein Verfahren zur Neuskalierung der Etikette eingeführt werden: So kann auf weitere Entwicklungen in der Energieeffizienz der Produkte reagiert werden, ohne neue Klassen einführen zu müssen. Des Weiteren soll eine Online-Datenbank für alle neuen auf den EU-Markt gebrachten Produkte eingerichtet sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Marktüberwachung ergriffen werden.

Das EU-Parlament und der Ministerrat haben sich bereits auf einen Kompromisstext geeinigt. Dieser muss nun von beiden Institutionen formal gebilligt werden, um in Kraft treten zu können. Der Berichterstatter des Parlaments ist der Italiener Dario Tamburrano (EFDD).

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung.