WIFI4EU: EU finanziert freies WLAN in Europa 

 
 

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Das Plenum hat am 12. September das WIFI4EU-Programm gebilligt. Mit dieser Initiative soll kostenloses WLAN an öffentlichen Plätzen in der EU gefördert werden.

"Dies ist die Gelegenheit, allen Europäerinnen und Europäern künftig einen umfassenderen Zugang zur Zukunft zu bieten - einen freien Zugang zu schnellem Internet, unabhängig davon, wo sie wohnen oder wieviel sie verdienen", betont der Berichterstatter des Europäischen Parlaments, der portugiesische EU-Abgeordnete Carlos Zorrinho (S&D), in unserem Interview.

Ziel der WIFI4EU-Initiative ist, mehr als 6 000 europäische Gemeinden bis 2020 mit einem freien und superschnellen Internetzugang auszustatten. An diesem Projekt können Gemeinden sowie andere öffentliche Stellen wie zum Beispiel Bibliotheken oder Gesundheitszentren, teilnehmen. Sie erhalten eine EU-Förderung, um kostenlose WLAN-Hotspots einzurichten.

Die EU stellt für diese Initiative 120 Millionen Euro zur Verfügung. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach dem Windhundprinzip (also nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst").

Das Europäische Parlament hat sich in den Verhandlungen mit dem Ministerrat dafür eingesetzt, dass die Vergabe der Gelder für kostenlose WLAN-Hotspots nur erfolgt, wenn sichergestellt wird, dass den Nutzern keine Werbung angezeigt oder persönliche Daten für kommerzielle Zwecke verwendet werden.

WLAN für alle: Wie funktioniert das?

"Der Ablauf ist höchst einfach. Wir geben den Antragstellern einen Gutschein, mit dem sie die Verbindung einrichten können", erklärt Carlos Zorrinho.

Die Gemeinden oder anderen öffentlichen Institutionen erhalten Gutscheine für die technische Ausrüstung und die Installation der WIFI4EU-Hotspots. Die Betreiber der Hotspots müssen für die Netzanbindung und Instandhaltung der Anlagen aufkommen. Wer einen Zuschlag erhält, muss den Hotspot für mindestens drei Jahre betreiben. Einmal registriert, können sich die Nutzer dann in alle WIFI4EU-Hotspots einloggen.

Eine Online-Plattform wird eingerichtet werden, auf der sich die öffentlichen Einrichtungen für das Programm bewerben können. Nachdem das EU-Parlament dem Vorschlag zugestimmt hat, wird die Bewerbung für das Programm nun ab 2018 möglich sein.

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