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EP-Präsident Martin Schulz gedenkt der Opfer des Aufstandes im Warschauer Ghetto und besucht Auschwitz-Birkenau        
Polen-Besuch: EP-Präsident Martin Schulz gedenkt der Opfer des Aufstandes im Warschauer Ghetto und besucht Auschwitz-Birkenau  

"Der Besuch des deutschen Vernichtungslagers verändert. Er hat mich verändert. Es gibt keine Worte, um das ungeheuerliche Ausmaß dieses Verbrechens zu beschreiben", sagte der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz am Samstag (20. April) bei einem Besuch des deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Während seinem ersten offiziellen Besuch in Polen nahm Schulz an der Feier zum Gedenken an den 70. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto teil und traf Vertreter des polnischen Parlaments und der Regierung.


Der Präsident besuchte auch das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. An der Todesmauer, vor der tausende Häftlinge erschossen wurden, und vor dem Monument in der Anlage Auschwitz II-Birkenau legte Schulz Kränze nieder.


"Jeder, der diesen Ort besucht, verlässt ihn vollkommen verändert. Man muss hierher kommen, um zu spüren, wie tief unsere Zivilisation einmal gefallen ist. Aufbewahrte Kinderschuhe, Brillen oder die Haare von Häftlingen zu sehen, verändert jeden Besucher. Deshalb ist dieser Ort, in all seinem Grauen, so wichtig ist", sagte Schulz.


Am Donnerstag und Freitag traf Martin Schulz in Warschau den polnischen Präsidenten und hochrangige Vertreter des Parlaments und der Regierung zu Diskussionen.


Thema war auch der langfristige EU-Haushalt. "Unser gemeinsames Ziel ist es, einen angemessenen Kompromiss zu finden", sagte Schulz nach dem Treffen mit dem polnischen Ministerpräsident Donald Tusk.