Europafest: Entdeckungsreise im Europaparlament 

 
 

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Abstimmen wie die EU-Abgeordneten oder gleich mit ihnen über aktuelle Politik diskutieren: 18,270 Bürger ließen sich die Chance nicht entgehen und besuchten am Samstag (4. April) das Europarlament in Brüssel. Vor dem Europatag am 9. Mai öffneten das EU-Parlament und andere Institutionen ihre Türen.


"Ein herzliches Grüß Gott", damit eröffnete der österreichische Vizepräsident des Europäischen Parlaments Othmar Karas (EVP) die Debatte zum Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger. Karas betonte, dass die EU-Abgeordneten sich etwa in sozialen Netzwerken mit den Bürgern Europas austauschen müssten, um gemeinsame Lösungen zu finden.


"Besonders jetzt ist es wichtig, die Türen des Europäischen Parlaments zu öffnen", sagte die Grünen-Abgeordnete und EP-Vizepräsidentin Isabelle Durant aus Belgien.


Aktivitäten im Europaparlament


Besucher konnten etwa an einem Quiz teilnehmen, das über 10 Stationen im gesamten Parlamentsgebäude in Brüssel verteilt war.


Gezeigt wurde auch der Film Illégal von Livier Massett Depasse, der im Jahr 2010 für den LUX-Filmpreis des Europäischen Parlaments nominiert worden war.


In einer Ausstellung zum Sacharow Menschenrechtspreis des Europaparlaments wurden alle Preisträger seit Nelson Mandela 1988 und ihre persönliche Geschichte vorgestellt. Jeder Besucher konnte das elektronische Abstimmungssystem des EU-Parlaments ausprobieren.


Neben den klassischen Mal- und Bastelecken für Kinder gab es diesmal auch einen Workshop, den Wahlprozess spielerisch vermittelte.


Warum Europatag?


Der Europatag erinnert an die Rede von Robert Schuman am 9. Mai 1950. In der Rede schlug er vor, eine Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl zu schaffen. Erste Mitglieder waren Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien, Luxemburg und die Niederlande. Später entstand daraus die Europäische Union.