Sacharow-Preis: pakistanische Aktivistin Malala Yousafzai erhält Menschenrechtspreis 2013  

 
 

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Zeitleiste: Die Gewinner des Sacharow-Preises aus 25 Jahren 

Seit ihrem elften Lebensjahr setzt sich die pakistanische Aktivistin Malala Yousafzai für das Recht von Mädchen und Frauen auf Bildung ein. Für ihren furchtlosen Einsatz wurde sie mit dem Menschenrechtspreis des Europäischen Parlaments 2013 ausgezeichnet. Der Sacharow-Preis wird an außergewöhnliche Menschen verliehen, die gegen Intoleranz und Unterdrückung kämpfen. Nach 23 Jahren konnte die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi am 22. Oktober 2013 ihren Sacharow-Preis entgegennehmen.

Die 16-Jährige Preisträgerin stammt aus dem Swat-Tal in Pakistan. Schon früh kritisierte sie auf ihrem Blog die Unterdrückung von Frauen und Mädchen durch die Taliban. Durch ihren Einsatz wurde sie zu einer bekannten Aktivistin für die Bildung von jungen Frauen.


Brutaler Angriff


Den Taliban-Kämpfern war der enorm erfolgreiche Blog des Mädchens ein Dorn im Auge. Sie überfielen das Mädchen und schossen sie nieder. Malala wurde schwer verletzt, aber überlebte. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Großbritannien.


Die Laureatin des diesjährigen Sacharow-Preises wurde von Parlamentspräsident Martin Schulz am 10. Oktober bekannt gegeben. Die Preisverleihung fand am 20. November in Straßburg statt, dem 25. Jahrestag des Preises. Mehr als 20 ehemalige Preisträger waren für die Feier nach Straßburg gereist.


Preisverleihung nach 23 Jahren


Wenige Wochen zuvor, am 22. Oktober 2013 erhielt auch die burmesische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi ihren Sacharow-Preis. Nach 23 Jahren überreichte ihr EP-Präsident Martin Schulz die Ehrung im Europäischen Parlament in Straßburg. Die Friedensnobelpreisträgerin aus Myanmar hatte mehr als 15 Jahre unter hausarrest verbracht.


Der Preis wurde nach dem russischen Dissident Andrei Sacharow benannt, der 1975 für seinen Einsatz für Menschenrechte und gegen das nukleare Wettrüsten den Friedensnobelpreis erhielt. Kandidaten für den Preis können von jeder Fraktion des Europäischen Parlaments oder von einer gruppe von mindestens 40 EU-Abgeordneten vorgeschlagen werden.