30 Jahre Sacharow-Preis: Den gemeinsamen Kampf für Menschenrechte auszeichnen 

 
 

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Seit 30 Jahren werden Menschenrechtsaktivisten mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet. Hier lesen Sie die Geschichten von vier Aktivisten.

Asma Kaouech will mit Kunst der Radikalisierung junger Menschen Einhalt gebieten. ©Newsha Tavakolian/Magnum Photos, 2017 

Zum 30-jährigen Bestehen des Sacharow-Preise für geistige Freiheit hat das Europäische Parlament in Zusammenarbeit mit Magnum Photos eine Fotoausstellung organisiert. Sie zeigt den Alltag von vier Sacharow-Preisträgern, die sich durch ihre Arbeit in besonderer Weise für Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen.

Anna Kaouech ist eine junge tunesische Aktivistin und Rechtsanwältin, die sich gegen die Radikalisierung junger Menschen einsetzt. Mit ihrer Organisation Fanni Raghman Anni ermöglicht sie jungen Erwachsenen, sich mit Hilfe von Straßentheater, Workshops und anderen kulturellen Aktivitäten auszudrücken. Fotografiert wurde sie von Newsha Tavakolian.

Szene aus dem einem Straßentheaterstück der Organisation Fanni Raghman Anni ©Newsha Tavakolian/Magnum Photos, 2017  

Samrith Vaing reist in Kambodschas entlegenste Dörfer und dokumentiert das Leben der dort lebenden ethnischen Minderheiten und ihren Kampf gegen Vertreibung, indem er mit ihnen über ihre Rechte spricht. Das Leben kambodschanischer Ureinwohner ist vor allem durch eine aggressive und unregulierte Agrarwirtschaft bedroht, die Profite über das Wohl der einheimischen Bevölkerung stellt. Fotografiert wurde er von Jérôme Sessini

Die bosnische Frauenrechtsaktivistin Jadranka Miličević musste während des Balkankrieges selbst fliehen. Heute reist sie von Dorf zu Dorf und trifft Frauen in Not, hilft ihnen Kontrolle über ihr Leben zurückzubekommen, unabhängig und sich ihrer Rechte bewusst zu werden. Mit ihrer Stiftung und durch ihre Workshops fördert sie die Gleichstellung der Geschlechter sowie eine positive Entwicklung der Gesellschaft mit Hilfe von Bildung und Kultur. Fotografiert wurde sie von Bieke Depoorter

Der Menschenrechtsanwalt und ehemalige äthiopische Staatsbeamte Ameha Mekonnen vertritt Journalisten, die von Zensur durch die Regierung bedroht werden. Sein Alltag ist ein konstanter und oft gefährlicher Kampf für das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Freiheit zu kritisieren, zu demonstrieren und zu widersprechen. Fotografiert wurde er von Enri Canaj

Der nach dem sowjetischen Physiker und politischen Dissidenten Andrej Dmitrijewitsch Sacharow benannte Preis wird seit 1988 jedes Jahr vom Europäischen Parlament vergeben. Mit dem Preis werden Personen und Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen.

Fotoausstellung

Die Fotoausstellung „Vorkämpfer für die Freiheit - 30 Jahre Sacharow-Preis“ mit über 100 Bildern zeigt Beispiel aus der ganzen Welt von Menschen, die den wichtigen aber schwierigen Kampf, oft in widrigen Umständen, für die Menschenrechte und Grundfreiheiten führen. 

Die Ausstellung macht 2018 Station in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten. So wird es möglich dem täglichen Kampf dieser Aktivisten zu folgen und sich der Bedeutung, die die Verteidigung unserer Menschenrechte und Grundfreiheiten hat, bewusst zu werden. Bis 12. Februar 2018 ist die Ausstellung noch im Lieu d’Europe und dem Hauptbahnhof in Straßburg zu sehen.