Europawahl 2019: Höchste Wahlbeteiligung seit 20 Jahren 

 
 

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Aktualisierte Sitzberechnung (11. Juni) 

Nach der Europawahl 2019 stehen nun die Bildung der Fraktionen und die Entscheidung über den Vorsitz der Europäischen Kommission auf dem Programm.

Wahlbeteiligung

Über 50 Prozent der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger nahmen an dieser Europawahl teil. Dies ist die höchste Wahlbeteiligung seit 20 Jahren. Die Wahlbeteiligung ist seit den ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 1979 erstmals wieder gestiegen.

Die Wahlbeteiligung nahm in insgesamt 21 EU-Ländern zu. In sieben Ländern sogar um mehr als 10 Prozentpunkte.

Erfahren Sie mehr in unserem Europawahl-Blog.


Wahlergebnisse

Bisher liegen die Endergebnisse für Deutschland, Finnland, Frankreich, Kroatien, die Slowakei, Tschechien und Zypern vor. Es gibt nationale Schätzungen für Irland und das Vereinigte Königreich und vorläufige Ergebnisse für die restlichen Mitgliedstaaten. Dies bedeutet, dass sich die in der obigen Grafik dargestellten vorläufigen Ergebnisse noch ändern können.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Website mit den Europawahlergebnissen, die regelmäßig aktualisiert wird, sobald neue Daten verfügbar sind.

Fraktionen

Nach der Europawahl entscheiden die neu gewählten EU-Abgeordneten, welcher Fraktion sie beitreten bzw. welche neue Fraktionen sie bilden. Die einzelnen Fraktionen umfassen Abgeordnete mit ähnlicher politischer Orientierung aus verschiedenen Mitgliedstaaten.

Die Fraktionen genießen bestimmte Vorteile wie mehr Einfluss sowie Redezeit, müssen jedoch bestimmte Anforderungen erfüllen. Um eine Fraktion zu bilden, müssen sich mindestens 25 Abgeordnete aus wenigstens einem Viertel der Mitgliedstaten (derzeit also sieben) zusammenschließen.

Mehr Informationen entnehmen sie den FAQ

Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten

Die politischen Parteien haben im Vorfeld der Europawahl Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten vorgeschlagen. Die vom Europäischen Rat benannte Spitzenkandidatin bzw. der Spitzenkandidat, die bzw. der über eine Mehrheit im Parlament verfügt, wird in einer Abstimmung des Parlaments zur neuen Kommissionspräsidentin bzw. zum Kommissionspräsidenten gewählt.

Das sogenannte Spitzenkandidaten-Verfahren wurde erstmals 2014 bei der Wahl des derzeitigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker angewendet.

Auf der Grundlage der Wahlergebnisse werden die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten nun versuchen, eine Mehrheit im Parlament zu finden. Unterdessen werden die Staats- und Regierungschefs am Dienstag, den 28. Mai zu einem EU-Gipfel in Brüssel zusammenkommen, um die Ergebnisse der Europawahl zu debattieren und den Nominierungsprozess für den Vorsitz der Kommission sowie anderer EU-Institutionen einzuleiten. Der Europäische Rat möchte die Nominierungen bis Juni vornehmen.