Diese Seite teilen: 

Artikel 

Polizist beid er Arbeit ©BELGA/AFP/G.JULIEN        

Rund 3 600 internationale kriminelle Vereinigungen sind in der EU aktiv. Rund 70 % von ihnen sind auch über Landesgrenzen hinaus tätig. Das organisierte Verbrechen ist zu einem echten europäischen Problem geworden. Ein Sonderausschuss des Europaparlaments widmete sich seit März 2012 dem Kampf gegen Korruption, Goldwäsche und organisierte Kriminalität. Im Abschlussbericht werden nun due Auswirkungen auf Europa beschrieben und mögliche Strategien vorgestellt.

Drug and cash        
Pressemitteilung 

Pressemitteilung 

Am Mittwoch hat das Parlament einen Aktionsplan für den Zeitraum von 2014-2019 mit Maßnahmen zur Bekämpfung von organisiertem Verbrechen, Korruption und Geldwäsche verabschiedet. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen die Beschlagnahme von Vermögenswerten und die Trockenlegung der Einkommensquellen von Netzwerken der organisierten Kriminalität. In der EU sollen im Jahr 2013 3.600 kriminelle Organisationen aktiv sein.

EU-Abgeordneter Salvatore Iacolino        

Nach 18 Monaten legt der Sonderausschuss für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen, Korruption und Geldwäsche seinen Abschlussbericht mit Empfehlungen. Der italienische Sozialdemokrat Salvatore Iacolino, Berichterstatter für das Thema, erklärt im Interview, warum eine europäische Bankenaufsicht und der Kampf gegen Steueroasen so wichtig sind.

Artikel 

Infografik zu Drogen und Kriminalität in Europa        

Rund 3600 internationale kriminelle Vereinigungen sind in der EU aktiv. Um das Problem auf europäischer Eben anzugehen, befragte im Europäischen Parlament ein Sonderausschuss gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche während der vergangenen 18 Monate rund 270 Experten und Betroffene. Diese Infografik basiert auf dem Abschlussbericht des Ausschusses, der auch etliche Empfehlungen zum Kampf gegen die Mafia enthält.

Sonia Alfano: "Wenn wir sein Vermögen und Eigentum konfiszieren, verliert er [Mafiaboss] Glaubwürdigkeit und Macht."        

Sonia Alfano passt perfekt in die Rolle der Vorsitzenden des neugegründeten EP-Sonderausschusses gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche. Seit der Ermordung ihres Vaters 1993 kämpft die Sizilianerin gegen die Mafia. Im Interview erklärt sie, der Ausschuss müsse, den Justiz- und Ermittlungsbehörden die Mittel bereitzustellen, um erfolgreich gegen die Mafia zu kämpfen.

Auf 1,6 Milliarden US-Dollar schätzte die UN die weltweite Geldwäsche 2009 © BELGA_EFE_A.Diaz        

Trotz internationaler Absprachen und EU-Richtlinien floriert die Geldwäsche. Dank moderner Kommunikationstechnologien und internationaler Netzwerke gelingt es Kriminellen, den Ermittlungsbehörden zu entgehen. Gegenmaßnahmen standen im Mittelpunkt einer Anhörung am Montag (12.11.2012) im EP-Sonderausschuss für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen.

Pressemitteilung 

Das Parlament setzte am Mittwoch einen Sonderausschuss ein, der gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche in der EU ermitteln soll. Er hat ein Jahr lang Zeit, um die Unterwanderung von Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Finanzsystemen durch organisiertes Verbrechen und Mafia-Banden in EU-Ländern zu untersuchen und Lösungsstrategien zu entwickeln.