Bekämpfung des Klimawandels mit der EU-Politik für saubere Energie 

 
 

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Solarpark ©AP Images/European Union-EP 

Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine Priorität der EU. Lesen Sie hier, wie die EU-Abgeordneten die Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen fördern wollen.

Im Jahr 2016 legte die Europäische Kommission eine Reihe von Vorschlägen zum Thema saubere Energie vor, die dazu beitragen sollen, den Klimawandel zu bekämpfen, die Abhängigkeit der EU von Importen fossiler Brennstoffe zu verringern und die Haushalte bei der Erzeugung ihrer eigenen grünen Energie zu unterstützen.

Dieses Legislativpaket beinhaltet drei Vorschläge: Einer bezieht sich auf erneuerbare Energien, einer auf die Energieeffizienz und einer auf einen Kontrollmechanismus. Im Juni 2018 haben die Unterhändler von Parlament und Ministerrat eine Einigung über die endgültigen Regeln erzielt.

 

Erneuerbare Energien

Der Anteil des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt, nämlich von rund 8,5 Prozent im Jahr 2004 auf 17 Prozent im Jahr 2016. Die EU ist auf dem besten Weg, ihr 20 Prozent-Ziel für 2020 zu erreichen.

Die EU-Mitgliedstaaten einigten sich im Jahr 2014 darauf, dass dieser Anteil bis zum Jahr 2030 auf 27 Prozent steigen sollte. Die Mitgesetzgeber sagen nun, dass der Zielwert mindestens 32 Prozent betragen sollte. Außerdem haben sie vereinbart, das Recht der Verbraucher zu stärken, ihren eigenen Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, zu speichern und zu verbrauchen, ohne dass sie dafür Gebühren oder Steuern zahlen müssen.

Erfahren Sie mehr über den Anteil erneuerbarer Energien in den einzelnen EU-Ländern

Energieeffizienz

Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz könnten nicht nur die CO2-Emissionen senken, sondern auch die jährliche Energieimportrechnung der EU in Höhe von 350 Milliarden Euro. Aus diesem Grund haben sich Parlament und Ministerrat auf ein Energieeffizienzziel von 32,5 Prozent für 2030 geeinigt. 

Ein wichtiger Bereich für Verbesserungen ist die Heizung und Kühlung von Gebäuden. In der EU entfallen 40 Prozent des Energieverbrauchs auf den Gebäudebestand. Etwa 75 Prozent der Gebäude in der EU sind nicht energieeffizient.

Um dieses Problem anzugehen, verabschiedete das Parlament im April 2018 neue Regeln zur Energieeffizienz von Gebäuden. Nach diesen Regeln müssen die Mitgliedstaaten nationale langfristige Strategien zur Unterstützung der Renovierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden ausarbeiten. Ziel ist, dass Gebäude in der EU bis 2050 kaum noch Energie verbrauchen.

Erfahren Sie mehr über die neuen Bestimmungen

Darüber hinaus hat das Parlament im vergangenen Jahr die Energielabels für Haushaltsgeräte wie Lampen, Fernseher und Staubsauger vereinfacht, um es für Verbraucher einfacher zu machen, die Energieeffizienz der Geräte zu vergleichen.

Kontrollmechanismus

EU-Abgeordnete und Minister haben sich auch auf das so genannte "Governance-System der Energieunion" geeinigt. Es handelt sich dabei um einen Kontrollmechanismus, um die Fortschritte der Länder im Hinblick auf die Energie- und Klimaziele der EU für 2030 zu überwachen und ein Instrument der Zusammenarbeit, um die Lücke zu schließen, falls ein Mitgliedstaat zurückfällt.

Damit die zwischen den Unterhändlern von Parlament und Ministerrat vereinbarten Regeln in Kraft treten können, müssen sie nun vom EU-Parlament und dem Ministerrat formal gebilligt werden. Die Plenarabstimmung wird für Oktober erwartet.

Weitere aktuelle Infos finden Sie in unserem Dossier.